Buğra Kavuncus Nachricht an die Zurückgetretenen: Wir bedauern den Abschied, aber...

Buğra Kavuncu äußerte sich zu den bemerkenswerten Rücktritten in der İYİ-Partei.

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In der İYİ-Partei sorgten gestern zwei aufeinanderfolgende Rücktritte für Aufsehen. Zunächst trat der ehemalige Zentralbankpräsident Durmuş Yılmaz zurück, gefolgt vom ehemaligen Leiter für Rechts- und Justizangelegenheiten, Prof. Dr. Bahadır Erdem. Der Organisationsleiter Buğra Kavuncu kommentierte die Rücktritte über seinen Social-Media-Account.

In seinem Beitrag kritisierte Kavuncu sowohl diejenigen, die die Partei verlassen haben, als auch die Regierung und die größte Oppositionspartei. Er betonte, dass es Personen gebe, die die Partei verlassen hätten, indem sie die Sprache der Regierung übernommen hätten, und schrieb:

"Die Regierung vertuscht ihre Fehler und Mängel, indem sie die Opposition mit Verleumdungen und Lügen diffamiert und sich selbst legitimiert. Leider gab es Freunde, die auf diese Rhetorik hereingefallen sind und sich davon haben mitreißen lassen, indem sie die Partei mit einer Sprache verließen, die der simplen Propaganda der Regierung ähnelt. Ebenso versucht die größte Oppositionspartei, ihre Macht als einzige Alternative zu wahren, indem sie sich hinter die Entscheidungen der Regierung stellt, die das Land in den Abgrund führen – und das, obwohl sie weiß, dass sich dadurch nichts ändern wird..."

"Wiederum gab es leider Freunde, die diesen Diskursen der größten Oppositionspartei Glauben schenkten und die Partei verließen. Allen, die sich für diese Bewegung eingesetzt haben und gleichzeitig ihre Würde bewahren konnten und uns respektieren, werden wir immer dankbar sein und sie respektieren, auch wenn sich unsere Wege trennen. Wir sind uns bewusst, dass wir Kritik und unfairen Anschuldigungen aus vielen verschiedenen Kreisen ausgesetzt sein werden. Wir schauen nach vorne. Dies ist kein Trotz, sondern die Entscheidung der Mutigen, die den schwierigen Weg gewählt haben, um das bittere Schicksal der Nation zu ändern. Das große türkische Volk wird das Ergebnis bestimmen."

"Heute ist es in der Türkei schwer, eine Partei zu gründen, und noch viel schwerer, sie am Leben zu erhalten. In den letzten 25 Jahren ist dies, gemessen am Umfang, nach der AKP nur der İYİ-Partei gelungen. Unsere Partei hat es geschafft, zwischen dem absurden Präsidialsystem und der aufgezwungenen bipolaren Struktur zu bestehen. Unsere Kraft wird aus unserer Einheit und unserem Zusammenhalt kommen. Natürlich bedauern wir den Abschied, aber diese Situation wird auch dazu führen, dass wir, die wir geblieben sind, noch enger zusammenrücken. Gott ist mit den Guten!"