Canan Kaftancıoğlu als 'geborenes Delegiertenmitglied' gelistet: Parteimitglieder beantragen Annullierung bei der YSK

Nachdem der Name der CHP-Provinzvorsitzenden von Istanbul, Canan Kaftancıoğlu, vor dem Provinzkongress als geborenes Delegiertenmitglied eingetragen wurde, hat ein Parteimitglied bei der YSK beantragt, dass Kaftancıoğlu das Stimmrecht entzogen wird.

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Vor dem Kongress zur Bestimmung des Provinzvorsitzenden von Istanbul hat ein Parteimitglied bei der Hohen Wahlbehörde (YSK) eine Korrektur beantragt, nachdem die Istanbuler Provinzvorsitzende Canan Kaftancıoğlu, gegen die ein politisches Betätigungsverbot rechtskräftig ist, als geborenes Delegiertenmitglied gelistet wurde.

Die Verurteilungen gegen Kaftancıoğlu in fünf verschiedenen Anklagepunkten wurden am 12. Mai 2022 durch die 3. Strafkammer des Kassationshofs (Yargıtay) in drei Fällen bestätigt. Damit wurde die Haftstrafe der CHP-Provinzvorsitzenden von Istanbul von vier Jahren, 11 Monaten und 20 Tagen rechtskräftig und ein politisches Betätigungsverbot verhängt. Der Kassationshof entschied zudem, dass Kaftancıoğlu aus dem Parteiregister zu streichen sei.

ERINNERUNG AN DAS URTEIL DES KASSATIONSHOFS

Wie Altan Sancar von Diken berichtet, reichte die CHP-Politikerin Fatmanur Gür am 5. Oktober 2023 bei der Istanbuler Provinzwahlbehörde der YSK einen Antrag ein, nachdem bekannt wurde, dass die aus der Partei ausgeschlossene Kaftancıoğlu als geborenes Delegiertenmitglied auf der Liste stand. Gür erinnerte daran, dass der CHP-Bezirkskongress in Fatih annulliert wurde und die gewählten Delegierten daher nicht abstimmen dürften. Gür, die angab, selbst eine dieser Delegierten zu sein, erklärte, dass Kaftancıoğlu durch das Urteil des Kassationshofs die CHP-Mitgliedschaft verloren habe, kein Parteimitglied mehr sei und ihre Delegierteneigenschaft einen Fall von 'vollständiger Rechtswidrigkeit' darstelle.

Gür forderte zudem eine Entscheidung der YSK, die Kaftancıoğlu die Stimmabgabe untersagt.