CHP-Abgeordnete Taşcıer beim Mindestlohn-Besuch bei Türk-İş: 'Von der Einmal-Erhöhung muss Abstand genommen werden'
Eine CHP-Delegation besuchte den Türk-İş-Vorsitzenden Ergün Atalay. In der Pressekonferenz nach dem Treffen wurden Bewertungen zum Mindestlohn abgegeben.
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Die stellvertretende CHP-Vorsitzende für Arbeit und soziale Sicherheit, Gamze Taşcıer, und der Abgeordnete für Malatya, Veli Ağbaba, besuchten heute den Türk-İş-Vorsitzenden Ergün Atalay.
Nach dem Treffen zwischen der CHP-Delegation und Türk-İş gaben Ergün Atalay und Gamze Taşcıer Erklärungen gegenüber der Presse ab.
Ergün Atalay, der als Erster sprach, äußerte sich zum Mindestlohn wie folgt: "Die Arbeitsbedingungen im Land sind bekannt, die Löhne sind bekannt, die Preise in den Supermärkten und auf den Märkten sind bekannt. Deshalb wird die Kommission, der Vorstand und die Geschäftsführung die Entscheidung so treffen, wie sie es jedes Jahr getan haben."
Atalay fuhr fort: "Ich sage von Zeit zu Zeit etwas. Sie sollen die Inflation stoppen; es darf keine Preiserhöhungen bei Fleisch, Milch und Miete geben. Dann hat es auch keinen Sinn, über den Mindestlohn zu sprechen. Man gewährt eine Erhöhung und am nächsten Tag steigen die Preise wieder! Das ist keine nachhaltige Angelegenheit."
"NUR EINE ZAHL"
Gamze Taşcıer, die nach Atalay das Wort ergriff, sagte zum Mindestlohn: "Heute, in diesem Inflationsumfeld, in dem die Zentralbank nicht unabhängig ist und das TÜİK nicht unabhängig ist, ist die Nennung einer Zahl für den Mindestlohn ein sehr deutlicher Beweis dafür, dass es sich nur um eine bloße Zahl handelt."
Taşcıer erklärte weiter: "Wir als CHP haben zum Ausdruck gebracht, dass die Diskussion über den Mindestlohn in dieser Zeit allein über Zahlen nicht dazu führen wird, dass der Arbeiter und Werktätige ein Einkommen erhält, das der Menschenwürde entspricht, und dass es daher viele Themen gibt, über die wir sprechen müssen."
"ABSTAND NEHMEN"
"Wir hoffen, dass bei den Gesprächen ab Montag zunächst von der Entscheidung, den Mindestlohn nur einmal im Jahr zu erhöhen, Abstand genommen wird", sagte Taşcıer und fügte hinzu:
"Lassen Sie uns eines festhalten: War die zweimalige Erhöhung des Mindestlohns pro Jahr dazu gedacht, dass der Arbeiter mehr verdient und mehr für seine Arbeit bekommt, oder war es eine Notwendigkeit aufgrund der schlechten Wirtschaftslage, durch die die Kaufkraft von Tag zu Tag sinkt? Die heutige Ankündigung, dass es nur eine Mindestlohnerhöhung geben wird, verdeckt nicht die Tatsache, dass der Mindestlohn, den Sie heute bekannt geben, in einem Monat bereits unter der Armutsgrenze liegen wird."