CHP-Abgeordneter Fethi Gürer: 'Die Arbeitslosenzahlen des TÜİK spiegeln nicht die Realität wider'

Der CHP-Abgeordnete für Niğde, Ömer Fethi Gürer, äußerte auf einer Pressekonferenz im türkischen Parlament (TBMM) Kritik an den vom Statistikamt TÜİK veröffentlichten Arbeitslosenzahlen. Gürer erklärte, dass die bekannt gegebene Arbeitslosenquote nicht die tatsächliche Lage widerspiegele und dass die vom TÜİK angewandten Kriterien die wahre Arbeitslosigkeit verschleiern würden.

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Der CHP-Abgeordnete für Niğde, Ömer Fethi Gürer, äußerte auf einer Pressekonferenz im türkischen Parlament (TBMM) Kritik an den vom Statistikamt TÜİK veröffentlichten Arbeitslosenzahlen. Gürer betonte, dass die bekannt gegebene Arbeitslosenquote nicht die tatsächliche Lage widerspiegele und dass die vom TÜİK angewandten Kriterien die wahre Arbeitslosigkeit verschleiern würden.

Gürer wies darauf hin, dass Praktikanten, die vom Minister als Studenten gezählt werden, vom TÜİK als junge Arbeitnehmer ausgewiesen werden.

'ARBEITSLOSENZAHLEN SPIEGELN NICHT DIE REALITÄT WIDER'

Gürer erklärte, dass die Einstufung von Studenten als junge Arbeitnehmer durch das TÜİK dazu führe, dass die Jugendarbeitslosigkeit künstlich niedrig dargestellt werde. Dies habe zur Folge, dass etwa eine Million junger Menschen nicht als arbeitslos registriert würden.

Gürer erinnerte daran, dass das TÜİK die Arbeitslosenquote mit 8,5 Prozent angegeben habe, was einer offiziellen Zahl von 3 Millionen und 26 Tausend Arbeitslosen in der Türkei entspreche. Er erläuterte, welche Gruppen das TÜİK in seine Berechnung einbeziehe, und betonte, dass bei Berücksichtigung der tatsächlichen Vollzeitarbeitslosigkeit die Zahl der Arbeitslosen im Land bei 11 Millionen 457 Tausend liege.

Gürer erklärte zudem, dass unter der AKP-Regierung Streikbeschlüsse in der Türkei faktisch unanwendbar gemacht worden seien und die gewerkschaftliche Organisation behindert werde.

KRITIK AN DER VERHAFTUNG EINES GEWERKSCHAFTSVORSITZENDEN

Gürer kritisierte, dass die Bildung von der AKP-Regierung nahestehenden Gewerkschaften den Kampf der Arbeiter für ihre Rechte behindere, und verwies dabei auf die jüngsten Ereignisse in Gaziantep. Er erinnerte an die Verhaftung des Vorsitzenden der Gewerkschaft BİRTEK-SEN, Mehmet Türkmen, der nach zweimaliger Festnahme inhaftiert wurde. Gürer erklärte, dass die Regierung statt einer lösungsorientierten Haltung zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern eine negative Einstellung gegenüber den Arbeitern einnehme.