CHP-Antrag beim HSK wegen „Ahmak-Prozess“: Versetzung unter der Lupe

Die Äußerungen des AKP-Fraktionssprechers in der Istanbuler Stadtverwaltung (İBB), Faruk Gökkuş, zur Versetzung von Richter Hüseyin Zengin nach Samsun im Prozess gegen den İBB-Bürgermeister Ekrem İmamoğlu haben die CHP zum Handeln bewegt. Die CHP-Abgeordneten Günaydın und Özer werden beim HSK einen Antrag auf Untersuchung stellen.

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Die Cumhuriyet Halk Partisi (CHP) hat im Zusammenhang mit dem Prozess gegen den Bürgermeister der Istanbuler Stadtverwaltung (İBB), Ekrem İmamoğlu, wegen angeblicher Beleidigung der Mitglieder des Hohen Wahlrats (YSK) – in der Öffentlichkeit als „Ahmak-Prozess“ (Dummkopf-Prozess) bekannt – Schritte bezüglich der Versetzung von Richter Hüseyin Zengin eingeleitet.

Dieser Schritt der CHP erfolgte nach den Äußerungen des AKP-Fraktionssprechers in der İBB, Faruk Gökkuş, in einer kürzlichen Sitzung der Stadtverordnetenversammlung: „Ich werde auch erklären, warum wir ihn nach Samsun versetzt haben.“ Gökkuş' Aussagen brachten Vorwürfe einer politischen Einflussnahme bei Richterernennungen auf die Tagesordnung und lösten bei der CHP Empörung aus.

CHP BESCHLIESST ANTRAG

Der stellvertretende CHP-Fraktionsvorsitzende Gökhan Günaydın und der Vorsitzende des Hohen Disziplinarrats der CHP, Turan Taşkın Özer, haben beschlossen, sich diesbezüglich an den Rat der Richter und Staatsanwälte (HSK) zu wenden. Es wurde mitgeteilt, dass die beiden in ihrem morgigen Antrag beim HSK darlegen werden, dass die Versetzung von Richter Hüseyin Zengin rechtswidrig sei, und eine Untersuchung sowie ein Ermittlungsverfahren gegen die Mitglieder der Ersten Kammer des HSK fordern werden, die diese Entscheidung getroffen haben.

Mit diesem Antrag betont die CHP, dass Richterernennungen gemäß den geltenden Vorschriften und Prinzipien erfolgen müssen, und bekräftigt ihr Eintreten für eine von der Politik unabhängige Justiz.