Was besprachen CHP-Chef Kemal Kılıçdaroğlu und Parlamentspräsident Numan Kurtulmuş: 'Wir werden es uns ansehen und dann entscheiden'
Der CHP-Vorsitzende Kemal Kılıçdaroğlu gab Details zu seinem Besuch bei Parlamentspräsident Numan Kurtulmuş bekannt. Kılıçdaroğlu erklärte, dass sie über die Geschäftsordnung des Parlaments gesprochen hätten und er einige Vorschläge zur Stärkung des Parlaments unterbreitet habe.
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CHP-Chef Kılıçdaroğlu erklärte gegenüber dem Journalisten und Autor Murat Yetkin auf die Frage, ob er mit Kurtulmuş über die Diskussionen zu einer neuen Verfassung gesprochen habe: "Unsere Haltung zu einer neuen Verfassung ist klar; sie trägt die Unterschriften von sechs Parteien, einschließlich der CHP. Wir werden darauf beharren. Wir wissen jedoch nicht, mit welchem Vorschlag die AK-Partei kommen wird. Wenn er vorliegt, werden wir ihn uns ansehen und dann unsere Entscheidung treffen. Seien Sie versichert, wir sind kaum auf das Thema Verfassung eingegangen; nur ein paar Sätze bei der Vorstellung", sagte er.
WARNUNG VOR 'FEZLEKE'
Kılıçdaroğlu äußerte sich wie folgt zu dem Besuch:
"Wir haben hauptsächlich über die Geschäftsordnung des Parlaments gesprochen. Wir sind der Meinung, dass es durch Änderungen der Geschäftsordnung möglich ist, den Einfluss des Parlaments und den Wert jedes einzelnen Abgeordneten zu erhöhen. Wir haben dem Herrn Präsidenten unsere Vorschläge dazu dargelegt.
Die Legislative steht unter dem Druck der Exekutive. Wenn zum Beispiel der Präsident sagt: 'Die Immunität dieser Person soll aufgehoben werden', wird das Dossier (Fezleke) dieser Person sofort vorgezogen. Wir haben gesagt, dass es falsch ist, dass diese Dossiers zu einem Instrument der Regierung werden, um Druck auf die Opposition auszuüben, und dass die TBMM diesbezüglich Sensibilität zeigen und das Repräsentationsprinzip berücksichtigen sollte.
"FORSCHUNGSANTRÄGE MÜSSEN ZUGELASSEN WERDEN"
Es gibt 600 Abgeordnete in der TBMM. Abgeordnete, die in parlamentarischen Ausschüssen tätig sind, können dort ihre Meinung äußern. Diejenigen, die nicht in Ausschüssen sind, heben und senken bei Abstimmungen nur die Hand. Wenn jedoch Untersuchungsausschüsse eingerichtet würden, könnte die Legislative dort unter Beteiligung der staatlichen Struktur, der Bürokratie, der Universitäten und der Zivilgesellschaft wertvolle Arbeit leisten. Als ich selbst Abgeordneter war, habe ich an Untersuchungsausschüssen teilgenommen, dort wurde sehr nützliche Arbeit geleistet. Deshalb müssen auch Forschungsanträge zugelassen werden."