CHP-Kundgebung in Burdur... Özgür Özel warnt die Regierung vor dem Iran!
Bei der CHP-Kundgebung in Burdur äußerte der Parteivorsitzende Özgür Özel Warnungen zu den eskalierenden Ereignissen im Nahen Osten. Zudem machte Özgür Özel ein neues Verfahren gegen Ekrem İmamoğlu öffentlich.
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Im Rahmen der von der Cumhuriyet Halk Partisi (CHP) unter dem Motto „Wir schützen den Volkswillen“ initiierten Kundgebungsreihe wurde diesmal auf dem Platz in Burdur eine breite Beteiligung verzeichnet. Die Bürger, die sich bereits seit den Morgenstunden auf dem Gelände versammelt hatten, lauschten den Reden des CHP-Vorsitzenden Özgür Özel und der Parteiführung.
Einer der bemerkenswertesten Momente der Kundgebung war das Verlesen eines Briefes des Istanbuler Bürgermeisters Ekrem İmamoğlu durch den CHP-Provinzvorsitzenden von Burdur, Barış Ayten. In seinem Schreiben wandte sich der inhaftierte İmamoğlu an die Einwohner von Burdur, wiederholte erneut die Worte „Alles wird sehr gut werden“ und betonte seine Verbundenheit mit den Grundprinzipien der Republik.
In İmamoğlus Brief wurde dargelegt, dass die Republik keine bloße Entscheidung für ein Regime, sondern eine Frage des gemeinsamen Überlebens der Nation sei. Es wurde kritisiert, dass die Souveränität des Volkes auf dem Rechtsweg behindert werden solle, und betont, dass die Inhaftierung gewählter Bürgermeister – insbesondere in seinem eigenen Fall – einen Raub des Volkswillens darstelle. Zudem unterstrich er in seinem Schreiben, dass man danach strebe, Lösungen und Auswege zu schaffen, anstatt sich mit politischen Rivalen zu bekämpfen.
CHP-Chef Özgür Özel begann seine Rede mit einer Kritik an der Festnahme des Bürgermeisters von Bolu, Tanju Özcan, am Morgen desselben Tages. Özel argumentierte, dass durch solche Maßnahmen versucht werde, Bürgermeister zu diskreditieren. Er betonte, dass sich die Vorwürfe gegen Özcan auf Spenden an eine Stiftung bezögen, die bedürftige Studenten in Bolu unterstützt.
Özel kritisierte die amtierende Regierung mit den Worten: „Unsere Bürgermeister nehmen niemandem etwas weg; was auch immer sie getan haben, haben sie für die Bürger getan. Wir können darauf nur stolz sein, es gibt nichts, wofür man sich schämen müsste.“
AUFRUF AN DIE REGIERUNG ZUR REGIONALPOLITIK
Mit Blick auf die eskalierenden Angriffe im Nahen Osten wies Özgür Özel auf die Politik hin, die die Türkei in Bezug auf den Iran verfolgen sollte. Er erklärte: „Die Türkei muss unbedingt eine äußerst vorsichtige Diplomatie verfolgen, die sehr aufmerksam ist, Zivilisten schont, die territoriale Integrität des Iran achtet und darauf bedacht ist, keinen instabilen Prozess im Iran auszulösen. Es ist weder Aufgabe von Trump noch von dem blutbefleckten Netanjahu, den Iran oder die Frauen im Iran zu retten. Die Entscheidung über den Iran wird das iranische Volk treffen.“
Özel betonte zudem die Demokratie, verwies auf den Jahrestag des 28. Februars und erklärte, dass man jede Form von Putschversuchen ablehne und die CHP ein Garant für Glaubens- und Gedankenfreiheit sei. Er unterstrich, dass seine Partei sowohl in der Vergangenheit als auch heute auf der Seite der Freiheiten stehe und sagte: „Die CHP ist der Garant aller Freiheiten.“
Der CHP-Chef kritisierte die Palastverwaltung zudem dafür, dass sie die Opfer des 28. Februars politisch instrumentalisiere. Özgür Özel argumentierte, dass die sozialen und wirtschaftlichen Probleme, unter denen insbesondere Frauen leiden, auch während der AK-Partei-Regierung fortbestehen, und betonte, dass man sich von einer polarisierenden Sprache entfernen müsse.
„DIENSTWAGEN“-VERFAHREN GEGEN İMAMOĞLU IM FOKUS
Eines der meistbeachteten Themen auf der Kundgebung war das neue „Dienstwagen“-Verfahren gegen Ekrem İmamoğlu. Özgür Özel gab bekannt, dass gegen İmamoğlu ein Verfahren eröffnet wurde, weil er während seiner Zeit als Bürgermeister von Beylikdüzü ein Fahrzeug seines eigenen Unternehmens der Gemeinde kostenlos zur Verfügung gestellt hatte. Özel reagierte empört: „Sie werden das von mir zum ersten Mal hören: Gegen Bürgermeister Ekrem wurde ein neues Verfahren eröffnet. Worum geht es? Um das Dienstwagen-Verfahren. Der Vorwurf? Ein Fahrzeug aus dem eigenen Unternehmen an die Gemeinde vermietet zu haben...“ Er betonte, dass es kein Vorgehen außerhalb der gesetzlichen Verfahren gegeben habe.
Özel bezeichnete die Vorwürfe als haltlos und erinnerte daran, dass die Gemeinde in früheren Perioden Fahrzeuge zu sehr hohen Preisen von einem Unternehmen mit Nähe zur AK-Partei gemietet hatte, während İmamoğlu dies gestoppt und das Fahrzeug aus seinem eigenen Unternehmen kostenlos zur Verfügung gestellt habe.
Abschließend erklärte Özgür Özel, dass die Regierung an gesellschaftlicher Hoffnung und Einigkeit verliere, und deutete darauf hin, dass in der Türkei ein neuer Prozess des Wandels und der Erneuerung bevorstehe.