Warnung vor Strahlung durch CHP-Politikerin Şahbaz: 'Eine neue Katastrophe steht bevor'
Die stellvertretende CHP-Vorsitzende Zeliha Aksaz Şahbaz erklärte nach den US-Luftangriffen auf Atomanlagen im Iran, dass in Provinzen wie Van, Hakkari, Ağrı, Ardahan, Iğdır und Kars dringende Maßnahmen gegen ein mögliches Strahlenrisiko ergriffen werden müssen.
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Die für Gesundheit zuständige stellvertretende Vorsitzende der Republikanischen Volkspartei (CHP), Zeliha Aksaz Şahbaz, hat vor den gesundheitlichen Risiken gewarnt, die der US-Angriff auf Atomanlagen im Iran für die Türkei mit sich bringen könnte.
Zeliha Aksaz Şahbaz wies auf das Risiko der Ausbreitung ionisierender Strahlung und toxischer Chemikalien nach den Angriffen hin und erklärte: „Ein Angriff auf Atomanlagen ist eine Katastrophe für die öffentliche Gesundheit. Die Internationale Atomenergie-Organisation hat bestätigt, dass es infolge des Angriffs auf die Atomanlagen im Iran zu nuklearen Lecks gekommen ist. Diese Entwicklungen bergen das Risiko, sich zu einer multidimensionalen Krise der öffentlichen Gesundheit auszuweiten, die nicht nur das iranische Volk, sondern die gesamte Region und auch die Türkei bedroht.“
'DRINGENDE MASSNAHMEN ERFORDERLICH'
Mit der Warnung „Wir stehen an der Schwelle zu einer neuen Katastrophe“ listete Şahbaz die notwendigen Maßnahmen gegen die potenzielle Gefahr wie folgt auf:
- Insbesondere in unseren Provinzen Van, Hakkari, Ağrı, Ardahan, Iğdır und Kars müssen dringend Maßnahmen gegen das Strahlenrisiko ergriffen werden.
- Neben der ökologischen Zerstörung bedrohen kontaminierte Lebensmittel- und Wasserquellen die öffentliche Gesundheit unmittelbar. Die Anreicherung von Strahlung in landwirtschaftlichen und tierischen Produkten führt zu einer Störung der Nahrungskette und zum Verlust der Lebensmittelsicherheit.
- Unter Mitwirkung der Vereinten Nationen, der Weltgesundheitsorganisation und der Internationalen Atomenergie-Organisation müssen die gesundheitlichen und ökologischen Auswirkungen im Iran und an den regionalen Grenzen überwacht und transparent berichtet werden.
- In den Regionen mit Strahlenrisiko müssen die Evakuierung der Bevölkerung, die Verteilung von Kaliumiodid und die Sicherheit der Gesundheitsdienste gewährleistet werden.
Şahbaz appellierte an das Gesundheitsministerium, die Katastrophenschutzbehörde AFAD und die zuständigen Institutionen, unverzüglich Analysen und Kontrollen von Agrarprodukten und Wasserquellen einzuleiten und die Öffentlichkeit darüber zu informieren. Sie betonte zudem, dass in den Grenzprovinzen die Strahlenüberwachungssysteme gestärkt und die Kontrollen der öffentlichen Gesundheit intensiviert werden müssten.
„Als CHP erinnern wir daran, dass der Schutz der Zivilbevölkerung eine internationale Verantwortung ist“, sagte Şahbaz und rief alle politischen Akteure, Wissenschaftler, Akademiker, Gesundheitsberufsverbände und Bürger, die für Frieden und das Recht auf Leben eintreten, dazu auf, gemeinsam ihre Stimme gegen den Krieg in unserer Region, gegen nukleare Aufrüstung und gegen die gezielten Angriffe auf Atomanlagen zu erheben.