CHP reagiert auf Regierungsoperationen: Alle Bürgermeister werden einberufen

Die CHP hat als Reaktion auf die aufeinanderfolgenden Operationen der Regierung gegen Kommunalverwaltungen eine neue Maßnahme ergriffen. Alle Bürgermeister wurden aufgefordert, sich am Donnerstag, den 10. Juli, in Ankara zu versammeln. Bei diesem kritischen Treffen soll die neue Roadmap der Partei festgelegt werden.

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Während die Ermittlungen und Haftbefehle gegen CHP-geführte Kommunen unvermindert anhalten, unternimmt die Parteiführung den ersten umfassenden Schritt gegen diese Entwicklungen. Die Operationen, die nach der Verhaftung des Bürgermeisters von Istanbul (İBB) und Präsidentschaftskandidaten Ekrem İmamoğlu am 19. März an Dynamik gewonnen hatten, haben sich in jüngster Zeit insbesondere auf die Gemeinden Antalya, Adıyaman und Manavgat ausgeweitet.

Während sich CHP-Quellen einig sind, dass die Operationen "politisch motiviert" seien, wurde in den Kulissen der Partei bereits über einen "härteren Kampf" gegen diesen Druck gesprochen. Der erste erwartete Schritt ist nun erfolgt.

KRITISCHES TREFFEN AM 10. JULI

Nach vorliegenden Informationen hat die CHP-Parteizentrale alle Bürgermeister für Donnerstag, den 10. Juli, nach Ankara einberufen. Mit diesem Treffen beabsichtigt die Partei, sowohl ein Zeichen der Solidarität zu setzen als auch eine gemeinsame Haltung gegen die Operationen zu entwickeln.

Es wird erwartet, dass das Treffen der größte Gipfel der Kommunalverwaltungen seit den Wahlen sein wird. Bei dem Treffen, das unter dem Vorsitz des Parteivorsitzenden Özgür Özel stattfinden wird, sollen die Strategie für die kommende Zeit sowie mögliche Aktionspläne erörtert werden.

Die Führungskräfte der CHP bewerten die Operationen gegen die Kommunen ähnlich wie den Prozess vom 19. März. Parteiquellen vermitteln die Botschaft: "Dieser Prozess, der mit dem Putschversuch gegen die İBB begann, hat nun auf unsere Provinz- und Bezirksgemeinden übergegriffen. Wir werden jedoch keinen Rückzieher machen."

In den Kulissen wird darüber gesprochen, dass nach dem Treffen in Ankara die Solidaritätsbesuche in den von den Operationen betroffenen Gemeinden intensiviert werden könnten und öffentliche Kundgebungen wieder auf die Tagesordnung rücken könnten.

Darüber hinaus wird erwartet, dass in der nach dem Treffen geplanten Presseerklärung sowohl die Bedeutung der Rechtsstaatlichkeit als auch die Entschlossenheit der Kommunalverwaltungen gegenüber dem zentralstaatlichen Druck in den Vordergrund gestellt werden.

Es wird erwartet, dass die CHP nach dem Treffen in Ankara eine neue Roadmap bekannt geben wird.