CHP-Reaktion auf AA und TRT wegen Kartalkaya: 'Sie haben gezielte Falschmeldungen verbreitet'
Nach dem Brand im Grand Kartal Hotel in Bolu, bei dem 78 Menschen ums Leben kamen, hat die CHP scharf auf die Berichterstattung von Anadolu Ajansı (AA) und TRT reagiert, die die Stadtverwaltung von Bolu ins Visier nahm. Die CHP erklärte, dass ein irreführendes Bild erzeugt und die Stadtverwaltung von Bolu in diesem Prozess zu Unrecht beschuldigt wurde, und kündigte rechtliche Schritte an.
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Die Diskussionen über den tragischen Brand im Grand Kartal Hotel in der Region Kartalkaya in Bolu, bei dem 78 Menschen ihr Leben verloren, halten an. Die Cumhuriyet Halk Partisi (CHP) hat scharf auf die Berichterstattung der Anadolu Ajansı (AA) und von TRT Haber reagiert, die sich gegen die Stadtverwaltung von Bolu richtete. Die stellvertretende CHP-Vorsitzende Gül Çiftçi erklärte, dass die Berichte darauf abzielten, in der Öffentlichkeit eine negative Wahrnehmung gegen die Stadtverwaltung von Bolu zu erzeugen, und kündigte rechtliche Schritte an.
''GEZIELTE FALSCHMELDUNGEN VERBREITET''
Die CHP gab eine detaillierte Erklärung zu einem Bericht ab, der vor kurzem von der Anadolu Ajansı unter der Überschrift „Stadtverwaltung von Bolu hat vor 19 Tagen für das Restaurant im abgebrannten Hotel eine Entscheidung zur ‚Brandschutzkonformität‘ getroffen“ veröffentlicht wurde, sowie zu den in diesem Bericht verwendeten Dokumenten. Die stellvertretende CHP-Vorsitzende Çiftçi sagte zu dem im Bericht erwähnten Dokument:
„AA und TRT Haber haben ihre Aufgaben als öffentlich-rechtliche Medien einseitig erfüllt und Berichte veröffentlicht, die irreführend, unvollständig und voller gezielter Aussagen gegen die Stadtverwaltung von Bolu sind. Das besagte Dokument bezieht sich auf ein 70 Quadratmeter großes Café-Restaurant, das im Bereich der Skipiste des Grand Kartal Hotels eröffnet werden sollte und nicht Teil des Hauptgebäudes ist. Dieses Dokument wurde jedoch so dargestellt, als sei es für das gesamte abgebrannte Hotel ausgestellt worden, um ein falsches Bild zu erzeugen.“
DOKUMENT ÜBER FEHLENDE BRANDSCHUTZEIGNUNG AUFGETAUCHT
Zu den von der CHP bekannt gegebenen Details gehörte auch das Ergebnis des Antrags auf ein „Brandschutzeignungszertifikat“, den das Grand Kartal Hotel bei der Stadtverwaltung von Bolu gestellt hatte. Bei den Untersuchungen der Stadtverwaltung wurde festgestellt, dass die Anlage in acht von neun Kriterien die Brandschutzanforderungen nicht erfüllte, was in einem offiziellen Dokument festgehalten wurde. Laut der CHP haben AA und TRT dieses Dokument jedoch nicht erwähnt und lediglich das Dokument für das Café-Restaurant so dargestellt, als sei es für den allgemeinen Zustand des Hotels ausgestellt worden.
VERANTWORTUNG DES MINISTERIUMS WIRD VERTUSCHT
Çiftçi betonte, dass die Verantwortung für die Inspektionen im Hotel beim Ministerium für Kultur und Tourismus liege. „Nach dieser Tragödie, bei der 78 unserer Bürger ihr Leben verloren haben, wurde anstatt die wahren Verantwortlichen zu ermitteln, die Stadtverwaltung von Bolu ins Visier genommen. Die Versuche, die Verantwortung des Ministeriums für Kultur und Tourismus auf die Stadtverwaltung abzuwälzen, sind mit den journalistischen Berufsgrundsätzen nicht vereinbar“, erklärte sie.
RECHTLICHE SCHRITTE EINGELEITET
Die CHP betonte, dass rechtliche Schritte gegen diese Berichte eingeleitet wurden und dass AA und TRT für ihre irreführende Berichterstattung zur Verantwortung gezogen werden müssten. Çiftçi sagte: „Wir werden unseren Kampf fortsetzen, um sicherzustellen, dass der Prozess bezüglich des Brandes im Grand Kartal Hotel fair und korrekt geführt wird. Unsere rechtlichen Schritte dauern an, um die Wahrheit ans Licht zu bringen, Gerechtigkeit zu gewährleisten und die Öffentlichkeit korrekt zu informieren.“
In den Erklärungen von Çiftçi wurde auch die Äußerung eines Abgeordneten zu dem Vorfall kritisiert. Çiftçi äußerte ihren Unmut mit den Worten: „Ein Abgeordneter einer politischen Partei hat versucht, den Vorfall zu vertuschen, indem er sagte: ‚Ich kenne die Familie, ich weiß vieles, aber ich werde nicht darüber sprechen‘. Das ist eine Situation, die das Gewissen verletzt. Jeder, der bei einem Vorfall, bei dem 78 unserer Menschen ihr Leben verloren haben, die Wahrheit vertuscht, trägt Verantwortung.“