CHP-Reaktion auf Tom Barrack: 'Warum sagen sie nichts?'
Die stellvertretende CHP-Vorsitzende Gökçe Gökçen kritisierte scharf, dass von Regierungsseite keine Antwort auf die Äußerungen des US-Botschafters in Ankara, Tom Barrack, beim Antalya Diplomacy Forum kam.
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Die stellvertretende CHP-Vorsitzende und Abgeordnete für Izmir, Gökçe Gökçen, reagierte in einer über soziale Medien verbreiteten Erklärung darauf, dass AKP-Vertreter zu den Äußerungen des US-Botschafters in Ankara, Tom Barrack, beim Antalya Diplomacy Forum schweigen.
Gökçen betonte, dass Präsident Erdoğan und sein Kabinett zwar gegenüber Bürgern, der Opposition oder abweichenden Meinungen eine harte Rhetorik pflegten, auf die Vorstöße von Barrack jedoch keinerlei Antwort gegeben hätten.
Gökçen äußerte sich in ihrem Beitrag wie folgt:
"Von Erdoğan, seinen Ministern und den Parteifunktionären, die jeden Tag die Bürger dieses Landes beleidigen und die Opposition angreifen, kommt keine Antwort auf die unverschämten Worte von Tom Barrack. Es herrscht vollkommenes Schweigen. Barrack sagt: 'Ihr seid unzureichend, was wollt ihr mit Demokratie und Republik? Hier braucht es eine Monarchie.' Bei ihnen: Schweigen. Barrack sagt: 'Wir geben Erdoğan die Legitimität, die er braucht.' Schweigen. Barrack sagt: 'Die Polemik zwischen Israel und der Türkei ist nur eine Polemik. Nichts weiter.' Schweigen. Die Außenminister sagen: 'Erdoğan bettelt darum, Trump für 5 Minuten zu treffen.' Schweigen. Ihnen gegenüber bringen sie kein Wort heraus. Sie können es nicht, denn seit dem 1.-März-Memorandum hat sich dort nichts geändert."
Die CHP-Politikerin Gökçen argumentierte in ihrer Erklärung, dass das Schweigen der Regierung gegenüber den USA und westlichen Ländern darauf zurückzuführen sei, dass sich deren Ansatz von der Vergangenheit bis heute nicht geändert habe.
BARRACKS KOMMENTARE AUF DEM FORUM
Der US-Botschafter in Ankara und Sondergesandte für Syrien, Tom Barrack, äußerte sich auf dem Antalya Diplomacy Forum wie folgt zu den Regierungsmodellen im Nahen Osten:
"Warum funktioniert Syrien? Weil es einen starken, entschlossenen und mutigen Anführer gibt. Die Leute mögen in der Vergangenheit nicht seiner Meinung gewesen sein, aber sie sehen, dass er sie irgendwohin führt. Wenn wir uns das Beispiel der Golfstaaten ansehen, sehen wir, dass diese Länder ziemlich erfolgreich sind und dass die dortigen gütigen Monarchien Ergebnisse liefern. Das Einzige, was im Nahen Osten funktioniert hat, sind Regime mit starker Führung: Entweder gütige Monarchien oder konstitutionelle Monarchien. Die Länder, die wir im Namen der Menschenrechte und unter dem Deckmantel der Demokratie angegangen sind, sind gescheitert."