Davutoğlu reagiert auf Äußerungen des US-Botschafters: Forderung nach Einreiseverbot für die Türkei

Der Vorsitzende der Gelecek-Partei, Ahmet Davutoğlu, hat scharf auf die Äußerungen des US-Botschafters in Tel Aviv, Mike Huckabee, zum „verheißenen Land“ reagiert und betont, dass die Türkei Sanktionen gegen Huckabee verhängen müsse.

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Der Vorsitzende der Gelecek-Partei, Ahmet Davutoğlu, äußerte in einer Erklärung auf seinem Social-Media-Konto seine Kritik an den Äußerungen des US-Botschafters in Tel Aviv, Mike Huckabee, bezüglich des Gebiets, das Israel vom Nil bis zum Euphrat umfasst. Davutoğlu erklärte, er betrachte Huckabees Aussage, dass „Israel durch Gottes Verheißung ein Anrecht auf das Gebiet vom Nil bis zum Euphrat hat und es kein Problem wäre, wenn es alles einnähme“, nicht als Versprecher, sondern argumentierte, dass dahinter eine expansionistische Mentalität stecke.

'DIES IST KEIN AUSRUTSCHER'

In seiner Erklärung äußerte sich Davutoğlu wie folgt: „Die Worte des christlich-zionistischen Pastors Huckabee, der den Titel des US-Botschafters in Israel trägt, dass ‚Israel durch Gottes Verheißung ein Anrecht auf das Gebiet vom Nil bis zum Euphrat hat und es kein Problem wäre, wenn es alles einnähme‘… Dies ist kein Ausrutscher. Dies ist ein Bekenntnis zu einer Mentalität. Dies ist die offene Verkündung einer expansionistischen Doktrin.“

Davutoğlu betonte, dass Botschafter nicht nur ihre eigenen Ansichten, sondern ihre Staaten repräsentieren, und sagte daher, dass die getätigte Aussage auch US-Präsident Donald Trump betreffe. Davutoğlu kritisierte das Schweigen des Weißen Hauses und erklärte, dass diese Haltung kein diplomatisches Verhalten sei, sondern im Gegenteil eine stillschweigende Billigung der fraglichen Gedanken bedeute.

Davutoğlu drückte aus, dass solche Erklärungen den psychologischen Boden für eine imperialistische zionistische Strategie bereiten könnten, und sagte: „Zuerst spricht man vom ‚verheißenen Land‘, dann werden die Grenzen zur Diskussion gestellt. Schweigen ebnet den Weg für eine Besatzung. Wenn keine Reaktion erfolgt, werden solche Äußerungen morgen in Taten umgesetzt.“

Der Vorsitzende der Gelecek-Partei betonte, dass das Parlament in seiner ersten Sitzung eine gemeinsame und harte Haltung zu diesem Thema einnehmen müsse. Er wies auf die Bedeutung hin, unter Beteiligung aller politischen Parteien eine klare Botschaft sowohl an die USA als auch an Israel zu senden. Zudem erklärte er, dass der US-Botschafter in Ankara ins Außenministerium einbestellt werden und eine offizielle Erklärung der US-Regierung gefordert werden müsse. Davutoğlu äußerte auch, dass es unerlässlich sei, dass Präsident Erdoğan einen direkten Brief an Trump schreibe und die notwendigen Maßnahmen gegen den betreffenden Botschafter fordere.

Davutoğlu, der auch dazu aufrief, dass die Länder der Region in Zusammenarbeit handeln sollten, forderte Ägypten, Jordanien, Syrien, den Irak, den Libanon und Saudi-Arabien auf, über ihre Botschafter in Washington eine gemeinsame Initiative zu starten. Davutoğlu erklärte zudem, dass die Staats- und Regierungschefs der islamischen Länder einen Brief an US-Präsident Trump schreiben und ankündigen sollten, dass sie nicht an sogenannten Friedenskonferenzen teilnehmen werden, solange dieser Botschafter in der Region bleibt.

VORSCHLAG ZUR EINFÜHRUNG EINES EINREISEVERBOTS

Am Ende seiner Reaktion schlug Ahmet Davutoğlu vor, dass die Türkei rechtliche Schritte gegen solche Äußerungen einleiten und ein Einreiseverbot für den betreffenden Botschafter in das Land verhängen solle.