Davutoğlu reagiert auf Schließungsanzeige gegen CHP
Der Vorsitzende der Gelecek-Partei, Ahmet Davutoğlu, äußerte sich scharf zu der bei der Generalstaatsanwaltschaft eingereichten Anzeige zur Schließung der CHP. „Ein Schließungsverfahren gegen die größte Oppositionspartei nützt niemandem. Allein der Gedanke daran ist inakzeptabel“, erklärte Davutoğlu und appellierte an die Regierung: „Versuchen Sie nicht, die Politik durch Verbote zu gestalten.“
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Der Vorsitzende der Gelecek-Partei, Ahmet Davutoğlu, äußerte sich während der Fraktionssitzung seiner Partei zu aktuellen Themen.
„DER GEDANKE AN EINE PARTEISCHLIESSUNG IST INAKZEPTABEL“
Davutoğlu erinnerte an die 3.741 Seiten umfassende Anklageschrift gegen die Stadtverwaltung von Istanbul und betonte, dass es im Kampf gegen Korruption keine Kompromisse geben dürfe. In diesem Zusammenhang sagte Davutoğlu: „Wer sich an den Rechten von Waisen vergreift, dem soll die Hand gebrochen werden.“ Gleichzeitig reagierte er auf die Debatten um die Anzeige der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft zur Schließung der CHP.
Davutoğlu betonte, dass das Recht nicht für politische Zwecke instrumentalisiert werden dürfe, und sagte: „Ein Schließungsverfahren gegen die größte Oppositionspartei nützt niemandem. Allein der Gedanke daran ist inakzeptabel. Wer ein Verbrechen begeht, soll seine Strafe erhalten; aber die Politik sollte nicht durch Parteischließungen und politische Verbote gestaltet werden.“
Im weiteren Verlauf seiner Rede verwies Davutoğlu auf das Schließungsverfahren gegen die AKP im Jahr 2008. Er erklärte, dass er damals „im engeren Sinne“ in die Politik eingestiegen sei und fügte hinzu: „Ich fordere die Gerechtigkeit, die ich für mich selbst beanspruche, auch für meine politischen Gegner.“