DEM-Partei beharrt auf Öcalan: Weitere Reaktion auf die İmralı-Schlagzeile der Yeni Şafak...

Die Sprecherin der DEM-Partei, Ayşegül Doğan, forderte die Regierung auf, eine klare Haltung für den Fortschritt des İmralı-Prozesses einzunehmen, und plädierte dafür, dass der Terroristenführer Abdullah Öcalan angehört werden müsse.

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Die Sprecherin der DEM-Partei, Ayşegül Doğan, äußerte sich auf einer Pressekonferenz ihrer Partei zu wichtigen Aspekten des İmralı-Prozesses. Doğan erklärte, dass trotz des Aufrufs der PKK zur Niederlegung der Waffen keine konkreten Fortschritte im politischen Prozess erzielt worden seien, und forderte die Regierung auf, „ihre Haltung klar darzulegen“. Doğan betonte, dass die Position der Regierung in dieser Angelegenheit eindeutig erklärt werden müsse, da andernfalls weiteren Diskussionen Tür und Tor geöffnet würden.

KEINERLEI SCHRITTE NACH DER ENTSCHEIDUNG VON SULEIMANIYYA

Doğan erinnerte daran, dass die PKK in Suleimaniyya ihre Waffen verbrannt und die Entscheidung getroffen habe, ihre Kräfte aus der Türkei abzuziehen, und sagte: „Wochen sind vergangen, aber es wurde noch kein einziger konkreter Schritt unternommen. Die Tage vergehen, aber es bewegt sich nichts.“ Das Ausbleiben konkreter Schritte für eine politische Lösung wurde als das größte Hindernis für das Vorankommen des Prozesses bewertet.

KRITIK AN DER VERSCHIEBUNG DER KOMMISSION

Doğan kritisierte, dass die im Parlament eingerichtete İmralı-Kommission nicht zusammengetreten sei, und bezeichnete die Begründung für die Verschiebung der Kommission als inakzeptabel. „Es wurde erklärt, dass die Kommission aufgrund der Terminkalender der anzuhörenden Minister verschoben wurde. In einem solch kritischen Prozess ist diese Begründung nicht hinnehmbar“, sagte Doğan und wies darauf hin, dass die notwendigen Schritte zur Beschleunigung des Prozesses nicht unternommen würden.

WARUM TAGT DIE İMRALI-KOMMISSION NICHT?

Doğan erinnerte an die Äußerungen des MHP-Vorsitzenden Devlet Bahçeli und des Präsidenten Erdoğan, wonach „die Kommission die Parteien anhören sollte“, und fragte: „Warum tagt die Kommission nicht mit dieser Agenda, während alle Welt darüber spricht?“ Es wurde darauf hingewiesen, dass das Ausbleiben von Aktivitäten der Kommission ein Hindernis für den Fortschritt des Prozesses darstelle.

AUFRUF ZUR ANHÖRUNG ÖCALANS

Doğan, die dafür plädierte, dass der Terroristenführer Abdullah Öcalan angehört werden müsse, sagte: „Herr Öcalan ist nicht nur ein Anführer einer Organisation, sondern auch ein wichtiger Akteur für eine demokratische Lösung.“ Doğan erklärte, dass für ein Vorankommen des Prozesses der Hauptakteur Öcalan angehört werden müsse, und betonte, dass dies ein notwendiger Schritt sei, um die Waffen dauerhaft außer Gefecht zu setzen und ein gleichberechtigtes Zusammenleben zu ermöglichen.

REAKTION AUF YENİ ŞAFAK

Doğan kritisierte zudem die Haltung der Medien gegenüber dem İmralı-Prozess und spielte indirekt auf die Zeitung Yeni Şafak an. Doğan sagte: „Diejenigen, die Schlagzeilen wie ‚Die Kommission soll nicht nach İmralı gehen‘ machen, sollten wissen: Es ist nicht leicht, die Verantwortung für solche Schlagzeilen zu tragen.“