DEM-Partei erteilt 11. Justizpaket eine Absage

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der DEM-Partei, Gülistan Kılıç Koçyiğit, erklärte, dass sie das 11. Justizpaket ablehnen, da es Bestimmungen enthalte, die gegen die Menschenrechte verstießen.

12punto

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der DEM-Partei, Gülistan Kılıç Koçyiğit, äußerte auf einer Pressekonferenz im türkischen Parlament (TBMM) ihre Besorgnis über das durchgesickerte 11. Justizpaket. Koçyiğit betonte: "Wenn die durchgesickerte Fassung der Realität entspricht, ist die Lage wirklich gravierend", und unterstrich, dass sie eine offizielle Verabschiedung des Pakets nicht akzeptieren würden.

Koçyiğit erklärte, die Regierung würde solche Entwürfe zunächst durchsickern lassen, um die öffentliche Reaktion zu testen, bevor sie diese auf eine offizielle Ebene hebe. Sie betonte jedoch, dass dieser Entwurf gegen die Menschenrechte verstoße und sie dessen Inkrafttreten nicht hinnehmen würden.

Koçyiğit sagte, dass die im Entwurf enthaltenen Bestimmungen, die für Einstellungen und Verhaltensweisen, die dem angeborenen biologischen Geschlecht widersprechen, eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren vorsehen, eine Bedrohung für die Meinungsfreiheit und die Existenz der Bürger darstellten. Koçyiğit wies darauf hin, dass solche Gesetze gegen internationale Abkommen und die Verfassung verstießen, und sagte: "Die Frage der gleichberechtigten Staatsbürgerschaft basiert auf der Meinungsfreiheit und der Menschenwürde."

Koçyiğit erklärte zudem, dass die dem Plenum des Parlaments vorgelegten Mandate für Syrien, den Irak und den Libanon nicht mit dem Prozess vereinbar seien. Koçyiğit sprach sich gegen die Verlängerung der Stationierung türkischer Truppen in Syrien und im Irak aus und argumentierte, dass solche Interventionen weder legitim noch rechtmäßig seien.

Mit Blick auf die Verteidigungsausgaben merkte Koçyiğit an, dass der Anteil der Verteidigungsausgaben im Haushalt 2026 bei 11,4 Prozent liege. Dies zeige, dass die Ressourcen des Landes falsch eingesetzt würden.

"In diesem Land können sich Kinder nicht einmal einen Simit kaufen, aber ein bedeutender Teil unseres Budgets fließt in Verteidigungsausgaben", sagte Koçyiğit und kritisierte damit die Prioritäten der Regierung.