DEM-Partei setzt Forderungen nach Terroristenführer Öcalan fort!

Die Ko-Vorsitzende der DEM-Partei, Tülay Hatimoğulları, betonte auf der Kundgebung zum Weltfriedenstag am 1. September, dass ein Umfeld geschaffen werden müsse, in dem der Terroristenführer Abdullah Öcalan frei arbeiten und mit allen Seiten kommunizieren könne.

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Die Ko-Vorsitzende der DEM-Partei, Tülay Hatimoğulları, nahm an der vom Bündnis für Arbeit, Frieden und Demokratie in Istanbul am Kadıköy-Pier organisierten Kundgebung zum Weltfriedenstag am 1. September teil und äußerte sich zu den Friedensprozessen in der Türkei und der Region.

In ihrer Rede auf der Kundgebung äußerte Hatimoğulları Kritik an dem Prozess, den die Volksallianz als „Türkei ohne Terror“ bezeichnet, und ging auf regionale Entwicklungen in Syrien und Gaza ein.

DIE VORGÄNGE IN SYRIEN UND GAZA

Hatimoğulları wies auf die Bombenangriffe Israels in Gaza hin und betonte, dass das palästinensische Volk unterdrückt werde:

„Was heute in Palästina geschieht, ist der Nullpunkt der Menschlichkeit. Wir stehen an der Seite des gerechten Kampfes des palästinensischen Volkes.“

Bezüglich der Angriffe auf die drusische und alawitische Bevölkerung in Syrien sagte Hatimoğulları: „In Syrien wird das drusische Volk unter Folter massakriert. Die humanitäre Hilfe hat die Alawiten immer noch nicht erreicht. Alawiten aus der Türkei und Europa möchten sich mit der dortigen Bevölkerung solidarisieren. Wir verleihen ihrer Stimme Gehör. Es muss dringend ein humanitärer Hilfskorridor geöffnet werden.“

AUFRUF ZU GESPRÄCHEN MIT ÖCALAN

Der bemerkenswerteste Teil der Rede von Hatimoğulları betraf die Situation des Anführers der Terrororganisation PKK, Abdullah Öcalan. Hatimoğulları äußerte sich wie folgt zu Öcalan:

„Eines der wichtigsten Themen, bei denen die Kommission handeln muss, ist die Aufnahme von Gesprächen mit Herrn Abdullah Öcalan, den wir als unseren Chefunterhändler und den des kurdischen Volkes erklärt haben, so schnell wie möglich. Es muss ein Umfeld geschaffen werden, in dem Öcalan frei arbeiten, frei leben und mit allen Kreisen sprechen kann.“

Hatimoğulları erklärte, dass der Friedensprozess eine historische Chance für die Türkei und den Nahen Osten darstelle, und sagte: „Es gibt keinen Grund, Angst zu haben, zurückzuweichen oder einfach nur parteipolitische Interessen zu verfolgen. Seien Sie mutig, aufrichtig, ergreifen Sie Maßnahmen und brechen Sie mit Ihren festgefahrenen Denkmustern.“

Hatimoğulları erwähnte, dass ihre Delegation am vergangenen Donnerstag ein Treffen mit Öcalan abgehalten habe, und fügte hinzu: „Ich möchte hier die Grüße und die Zuneigung von Herrn Öcalan übermitteln.“

KRITIK AN DEMOKRATIE UND DRUCK AUF DIE OPPOSITION

Hatimoğulları wies auf die Bedeutung der Aufrichtigkeit im sogenannten Öffnungsprozess hin und reagierte auf den Druck gegen die Opposition:

„Einerseits von Frieden sprechen, andererseits die Operationen gegen die Opposition fortsetzen. Dass die Bürgermeister der Metropolen und Bezirke in Istanbul inhaftiert sind, ist inakzeptabel. Wir akzeptieren weder die Zwangsverwalter noch den Druck auf die Opposition. Sie müssen sofort in ihre Ämter zurückkehren.“

Hatimoğulları betonte auch die Rolle der Frauen im Friedenskampf und sagte: „Den höchsten Preis haben die Samstagsmütter und die Friedensmütter gezahlt und zahlen ihn weiterhin. Wir grüßen ihren Kampf mit Respekt. Frauen waren das Hauptsubjekt beim Aufbau des Friedens.“

Hatimoğulları schloss ihre Rede mit einem Hinweis auf die Solidarität zwischen Arbeitern und dem Volk:

„Frieden bedeutet nicht nur das Schweigen der Waffen; er bedeutet Gerechtigkeit, Gleichheit, Brüderlichkeit und Freiheit. Niemand wird uns den Frieden auf einem goldenen Tablett servieren. Wir werden kämpfen und den Kindern den Frieden schenken.“