Der Bahçeli vorgelegte 7-Punkte-Entwurf ist aufgetaucht: Kritische Gesetzesvorbereitung im Öffnungsprozess

Die Details des Rahmenentwurfs, der im Rahmen des zweiten Öffnungsprozesses vorbereitet wurde und aus 7 Punkten bestehen soll, werden allmählich klar. Behauptungen zufolge umfasst der Entwurf zahlreiche Themen, von der rechtlichen Situation der Mitglieder der Terrororganisation PKK nach deren Entscheidung zur Auflösung und Waffenabgabe bis hin zum Status von Abdullah Öcalan, Regelungen zu Zwangsverwaltern und Änderungen im Strafrecht. Es heißt, der Entwurf sei Devlet Bahçeli vorgelegt worden.

12punto

Im Rahmen der Arbeiten, die unter dem Prozess der sogenannten „terrorfreien Türkei“ durchgeführt werden, soll ein Konsens über einen 7-Punkte-Entwurf erzielt worden sein, der zur Schaffung der rechtlichen Infrastruktur für den Lösungsprozess vorbereitet wurde. Den vorliegenden Informationen zufolge wurde das ausgearbeitete Rahmengesetz auch bei einem Treffen besprochen, das der MHP-Vorsitzende Devlet Bahçeli kürzlich mit Justizminister Akın Gürlek und Innenminister Mustafa Çiftçi in der Großen Nationalversammlung der Türkei abhielt.

Behauptungen zufolge wurde der vorbereitete Entwurfstext bei diesem Treffen Bahçeli vorgelegt.

ÖCALANS FORDERUNG NACH EINEM RECHTLICHEN RAHMEN KAM AUF DIE TAGESORDNUNG

Der MHP-Vorsitzende Devlet Bahçeli hatte am 5. Mai bei der Fraktionssitzung seiner Partei für den Gründer der Terrororganisation PKK, Abdullah Öcalan, eine „Koordination des Friedensprozesses“ vorgeschlagen.

Nach dieser Erklärung wurde behauptet, dass vor dem Feiertag ein Treffen zwischen dem Staat und Abdullah Öcalan stattgefunden habe. Bei diesem Treffen soll Öcalan erklärt haben, dass ein spezieller rechtlicher Rahmen geschaffen werden müsse, damit der Prozess voranschreiten könne.

Zudem wurde berichtet, dass Öcalan vorgeschlagen habe, Entscheidungen bezüglich der in die Türkei kommenden Organisationsmitglieder im „gegenseitigen Einvernehmen“ zu treffen, und dass er gefordert habe, die Große Nationalversammlung der Türkei in die rechtlichen Regelungen einzubeziehen.

WAS BEINHALTET DAS 7-PUNKTE-KODEX-GESETZ?

Dem Bericht von Dilan Kutlu von Nefes zufolge wurde ein Konsens darüber erzielt, ein 7-Punkte-Kodex-Gesetz auf die Tagesordnung des Parlaments zu setzen.

Nach Informationen, die von Vertretern der DEM-Partei geäußert wurden, umfasst einer der Punkte im Entwurf die Beendigung der Ermittlungs- und Strafverfahren gegen Organisationsmitglieder nach der Entscheidung der PKK zur Auflösung und Waffenabgabe.

Es wird angegeben, dass der Entwurfstext auch rechtliche Regelungen zum Status von Abdullah Öcalan auf İmralı enthält. Zudem heißt es, dass Änderungen an der Praxis der Zwangsverwaltung zu den Punkten des Entwurfs gehören.

SCHRITTE VOR DER PARLAMENTSRECESSE ERWARTET

Es heißt, dass Quellen der AK-Partei, die den Prozess bewerten, erklärt hätten, man plane, gemäß der festgelegten Roadmap und dem Zeitplan vorzugehen.

In diesem Zusammenhang wird vermerkt, dass Schritte zur Einleitung der gesetzgeberischen Arbeiten vor der Sommerpause der Großen Nationalversammlung der Türkei erwartet werden.

DETAILS DER REGELUNG, DIE ALS „STAMM-GESETZ“ BEZEICHNET WIRD

Die Regelung, die der Anführer der Terrororganisation Abdullah Öcalan als „Stamm-Gesetz“ bezeichnet und die in der Öffentlichkeit gelegentlich unter Namen wie „Kodex-Gesetz“, „Rahmengesetz“, „Friedensgesetz“ und „Übergangsgesetz“ diskutiert wird, soll als Brücke dienen, um die Übergangsphase des Prozesses zu ermöglichen.

Der Entwurf zielt darauf ab, die Definition einer „sich selbst auflösenden und die Waffen niederlegenden Organisation“ spezifisch für die Terrororganisation PKK festzulegen und den rechtlichen Status der Mitglieder von Strukturen, die sich auflösen, sowie von Personen, die mit der Organisation in Verbindung stehen, zu bestimmen.

Darüber hinaus wird angegeben, dass die Regelung auch die rechtliche Verankerung des Status und der Arbeitsbedingungen enthalten könnte, die es Öcalan ermöglichen würden, Verhandlungen im Rahmen des Prozesses zu führen.

Zudem heißt es, dass der Entwurf Bestimmungen enthalten soll, die als Grundlage für Änderungen am Anti-Terror-Gesetz und am türkischen Strafgesetzbuch sowie für Vollstreckungsregelungen dienen könnten.