Dervişoğlu reagiert auf Justizeingriffe
Der Vorsitzende der İYİ-Partei, Müsavat Dervişoğlu, erklärte, dass Gerichtsbeschlüsse im Zusammenhang mit dem Parteitagsprozess der CHP der Funktionsweise der Demokratie schaden, und betonte, dass die Kontrollmechanismen wirkungslos geworden seien.
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Der Vorsitzende der İYİ-Partei, Müsavat Dervişoğlu, traf sich in einem Kaffeehaus in Ankara Ulus mit Rentnern und Bürgern und besuchte zudem die örtlichen Gewerbetreibenden, um sich die wirtschaftlichen Sorgen der Menschen anzuhören. Die anwesenden Rentner beklagten, dass ihre Renten nicht einmal für die Grundbedürfnisse ausreichten, während Dervişoğlu argumentierte, dass die wirtschaftlichen Probleme auf das derzeitige Regierungssystem zurückzuführen seien.
Dervişoğlu äußerte sich wie folgt: „Das Erste, wovon sich die Türkei befreien muss, ist dieses System, das als Präsidialregierungssystem bezeichnet wird und sich von Tag zu Tag zu einem Ein-Mann-Regime entwickelt. Die Türkei kann ihre Probleme nicht lösen, bevor sie sich davon befreit hat. Die Kontrollbefugnis des Parlaments wurde geschwächt. Wir können weder das Kabinett noch die Handlungen der Regierung wirksam hinterfragen. Die Kontrollmechanismen funktionieren nicht.“
Auf Fragen zum aktuellen CHP-Parteitag und dem damit verbundenen Gerichtsverfahren antwortete Dervişoğlu, dass diese Ereignisse nicht nur als ein Problem innerhalb der CHP betrachtet werden könnten. Dervişoğlu betonte, dass gerichtliche Eingriffe in politische Parteien ernsthafte Probleme für die Gesundheit der Demokratie mit sich brächten, und bewertete: „Dass heute per Gerichtsbeschluss in einen Parteitag eingegriffen wird, den eine politische Partei vor mehr als drei Jahren abgehalten hat, schadet der Demokratie.“
Während seines Besuchs, bei dem er häufig auf die Unzufriedenheit stieß, die die wirtschaftliche Lage in der Gesellschaft hervorruft, äußerte Dervişoğlu Kritik sowohl an der Wirtschaftsführung als auch an der mangelnden Kontrolle des politischen Systems. In seinen Erklärungen wies er darauf hin, dass für den demokratischen Wohlstand des Landes der Rechtsstaat gestärkt und gerichtliche Eingriffe in parteiinterne Prozesse begrenzt werden müssten.