Desticis Antwort an Erdoğan zur 50+1-Regelung: 'Wenn dieser Stein bewegt wird, stürzt das neue Präsidialsystem ein'
Auf die Äußerungen des AKP-Vorsitzenden und Präsidenten Erdoğan zur möglichen Abschaffung der 50+1-Regelung, die er nach seiner Rückkehr aus Deutschland zur Sprache brachte, reagierte nun auch der Vorsitzende der Partei der Großen Einheit (BBP), Mustafa Destici. Destici erklärte: „Wenn dieser Stein bewegt wird, stürzt das neue Präsidialsystem ein“.
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Der AKP-Vorsitzende und Präsident Erdoğan hatte nach seiner Rückkehr aus Deutschland die mögliche Abschaffung der 50+1-Regelung bei Präsidentschaftswahlen zur Debatte gestellt. Nun hat auch der BBP-Vorsitzende Mustafa Destici darauf reagiert.
„DIESES THEMA SOLLTE NICHT ZUR DISKUSSION STEHEN“
Destici äußerte sich wie folgt:
„Die öffentlich geführten Diskussionen über die 50+1-Regelung haben leider ihr Ziel verfehlt und sollen in andere Dimensionen gelenkt werden. Das Ziel hat sich dahin verschoben, der Volksallianz (Cumhur İttifakı) zu schaden. Ein Schaden für die Volksallianz bedeutet direkt ein Problem für die nationale Sicherheit und führt zu politischer Instabilität.
Diese Diskussionen bringen das System in Bedrängnis, wie es vor 2016 der Fall war, und wir kehren zum Ausgangspunkt zurück. Lassen Sie uns klar ausdrücken: 50+1 ist der Grundstein des Präsidialregierungssystems, also des Präsidialsystems. Wenn dieser Stein bewegt wird, stürzt das neue Präsidialsystem ein. Folglich sollte dieses Thema nicht zur Diskussion stehen. Was getan werden muss, ist die dringende Demokratisierung des Parteiengesetzes und des Wahlgesetzes. Die Finanzierung der Politik muss transparent gestaltet werden. Die verfassungswidrige staatliche Finanzierung und Wahlhilfe für Parteien muss unbedingt abgeschafft werden. Die Gewaltenteilung muss grundlegend und korrekt etabliert werden, und es müssen gesetzliche sowie verfassungsrechtliche Regelungen getroffen werden, um Konflikte in den Beziehungen zwischen den Justizinstitutionen zu beenden.“