Details zum „Migrationsabkommen“ mit Griechenland und Bulgarien bekannt: „Einmonatige“ Vereinbarung getroffen
Innenminister Ali Yerlikaya erläuterte die Details des auf einen Monat befristeten „Migrationsabkommens“ mit Griechenland und Bulgarien. Yerlikaya erklärte: „Dadurch haben sowohl Schleuser als auch irreguläre Migranten begonnen, von der Türkei-Route abzulassen.“
12punto
Wie der Journalist Murat Yetkin berichtet, hat die Türkei mit Griechenland und Bulgarien ein „einmonatiges“ Migrationsabkommen geschlossen.
Minister Yerlikaya schilderte die Entwicklungen in der Migrationsdiplomatie wie folgt:
„KEINE EINZIGE PERSON IST ÜBERGETRETEN“
„Wir haben am 19. September ein Treffen mit dem griechischen Minister für Migration und Asyl, Dimitris Kairidis, abgehalten. Ich sagte: ‚Wir werden Ihnen einen Monat lang keine einzige Person schicken, und Sie werden uns keine einzige Person zurückdrängen.‘ Er stimmte zu. Wir wiesen die Küstenwache an, ‚Druck auszuüben‘. Eine ähnliche Vereinbarung haben wir mit Bulgarien getroffen.
Wir haben zwei Bataillone, Gendarmerie, an die griechische und bulgarische Grenze geschickt. Unsere Soldaten stellten sich Rücken an Rücken und bildeten quasi eine Mauer. Bulgarien schickte eines Tages etwa 100 Personen; wir sagten: ‚Wir brechen das Abkommen‘, und sie korrigierten es sofort. Vor wenigen Tagen [23. Oktober] kam der griechische Minister nach Ankara. Wir haben recht behalten. In diesem einen Monat ist gegenseitig keine einzige Person übergetreten.
Manchmal werden wir deshalb kritisiert. ‚Warum haltet ihr sie auf? Lasst sie doch gehen‘, heißt es. Aber dadurch haben sowohl Schleuser als auch irreguläre Migranten begonnen, von der Türkei-Route abzulassen. Wenn man zudem die Zugangspunkte kontrolliert, wird es einfacher, die Lage unter Kontrolle zu halten.“