Die Türkei ohne Antworten: Rund 9.000 von über 30.000 parlamentarischen Anfragen in der TBMM blieben unbeantwortet
Im 3. Legislativjahr der 28. Legislaturperiode der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM) blieben von insgesamt 30.546 durch Abgeordnete eingereichten parlamentarischen Anfragen rund 9.000 unbeantwortet. Es fiel auf, dass die Regierung auf einen Großteil der intensiven Informationsanfragen der Oppositionsparteien nicht reagierte.
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Die Große Nationalversammlung der Türkei (TBMM) hat das 3. Legislativjahr der 28. Legislaturperiode zum 21. Juli abgeschlossen und ist bis zum 1. Oktober in die Sommerpause gegangen. Im Gesetzgebungsprozess, der am 1. Oktober 2024 begann, verabschiedete das Plenum der TBMM insgesamt 32 Gesetzesentwürfe. Sieben davon betrafen Regelungen zur Ratifizierung internationaler Abkommen.
Neben der Gesetzgebungstätigkeit gehörten die schriftlichen parlamentarischen Anfragen, die Abgeordnete zur Informationsbeschaffung einreichten, in dieser Periode zu den intensivsten Themen auf der Tagesordnung des Parlaments.
Den von NTV übermittelten Daten zufolge wurden im 3. Legislativjahr 12.128 Anfragen von CHP-Abgeordneten, 8.181 von DEM-Partei-Abgeordneten, 320 von MHP-Abgeordneten und 39 aus den Reihen der AKP eingereicht.
NUR 4.000 WURDEN FRISTGERECHT BEANTWORTET
Von den insgesamt über 30.000 Anfragen wurden lediglich 4.000 innerhalb der gesetzlichen Frist beantwortet. 16.908 Anfragen wurden erst nach Ablauf der gesetzlichen Frist beantwortet. Bei 839 Anfragen läuft der Antwortprozess noch.
MEHR ALS 8.000 ANFRAGEN OHNE ANTWORT
Die auffälligste Zahl ist jedoch, dass 8.792 parlamentarische Anfragen gänzlich unbeantwortet blieben.