Durch den Iran bedingter Anstieg der Ölpreise treibt russisches Urals-Rohöl auf Rekordniveau
Der Preis pro Fass für russisches Urals-Rohöl aus der Ostsee stieg am 2. April auf 116,05 US-Dollar und erreichte damit den höchsten Stand seit 13 Jahren.
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Der durch den Iran bedingte Anstieg der Ölpreise, der die globalen Märkte beeinflusst, hat das russische Urals-Rohöl auf Rekordniveaus getrieben.
Der Preis pro Fass für Urals-Rohöl im russischen Ostseehafen Primorsk stieg am 2. April auf 116,05 US-Dollar und erreichte damit den höchsten Stand seit 13 Jahren. Dieser Wert, der ohne Berücksichtigung der Transportkosten berechnet wurde, entspricht einem Anstieg auf fast das Doppelte des im russischen Haushalt für 2024 veranschlagten durchschnittlichen Fasspreises von 59 US-Dollar.
Während der Krieg in der Ukraine andauert, lindern diese unerwarteten Öleinnahmen den wirtschaftlichen Druck auf den Kreml. Experten zufolge erzielt Russland in den letzten Wochen hohe Einnahmen aus dem Energieexport.
Zusätzlich zu Primorsk wurde der Fasspreis für Urals-Öl im Hafen von Noworossijsk mit 114,45 US-Dollar gemessen. Die Preisdifferenz zwischen dem aus westlichen Häfen exportierten Urals-Öl und dem weltweiten Referenzöl Dated Brent fiel auf unter 27,75 US-Dollar und erreichte damit den niedrigsten Stand seit Mitte Dezember. Insbesondere bei dem nach Indien verkauften Urals-Öl stieg die Prämie gegenüber Brent-Öl in den letzten zwei Wochen von 3,9 US-Dollar auf 6,1 US-Dollar.
Trotz dieses hohen Einnahmepotenzials kommt es aufgrund von Angriffen ukrainischer Streitkräfte jedoch zu Störungen bei Russlands Energieexporten und der Raffinerieinfrastruktur. Insbesondere die jüngsten Angriffe auf Häfen an der Ostseeküste beeinträchtigen den Seetransport und bergen das Risiko eines Rückgangs der Exporterlöse des Landes.
Während die weit über den Haushaltszielen liegenden Fasspreise den russischen Finanzen eine deutliche Atempause verschaffen, führen die geopolitischen Spannungen in der Region und die aus den Angriffen resultierenden Risiken zu einer instabilen Entwicklung der Exporterlöse.