Ehemaliger Berater von „Yeliz“ erhält Direktorenposten in AKP-geführter Großstadt!
Aziz Enes Yılmaz, der ehemalige Berater des als „Yeliz“ bekannten AKP-Politikers Ahmet Hamdi Çamlı, wurde zum Leiter der neu gegründeten Abteilung für EU- und Außenbeziehungen der Stadtverwaltung Kocaeli ernannt. Die Ernennung sorgte im Stadtrat für Diskussionen.
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Die Ernennung von Aziz Enes Yılmaz zum Leiter der neu geschaffenen Abteilung für EU- und Außenbeziehungen der Stadtverwaltung Kocaeli sorgte im Stadtrat für Aufsehen. Yılmaz war zuvor als Berater für den ehemaligen AKP-Abgeordneten aus Istanbul, Ahmet Hamdi Çamlı, tätig, der unter dem Spitznamen „Yeliz“ bekannt ist.
Wie die Zeitung Sözcü berichtet, erklärte der CHP-Stadtrat Mehmet Ümit Küçükkaya, dass diese Ernennung durch Bürgermeister Tahir Büyükakın erfolgt sei, und sagte: „Der Bürgermeister hat seinen Weggefährten gewählt.“
In seiner Rede während der Ratssitzung wies Küçükkaya auf die enge Verbindung zwischen Yılmaz und Çamlı in der Vergangenheit hin. Er betonte, dass Yılmaz nicht nur als Berater für Çamlı tätig war, sondern auch gemeinsam mit ihm im Vorstand des Sportvereins der Stadtverwaltung Istanbul (İstanbul Büyükşehir Spor Kulübü) gearbeitet habe. Unter Verweis auf frühere Äußerungen von Çamlı fragte Küçükkaya: „Was sagen Sie zu den Aussagen Ihres Abgeordneten, der die Republik als ‚Putsch‘ bezeichnet hat?“
ANTWORT DES STELLVERTRETENDEN RATSVORSITZENDEN
Der stellvertretende Ratsvorsitzende Mustafa Kocaman reagierte auf die Kritik und erklärte, dass die Äußerungen der Abgeordneten nicht mehr Teil der aktuellen politischen Agenda seien. Kocaman sagte: „Die Beschäftigung von Beratern der Abgeordneten ist keine für uns spezifische Situation. Seit den Äußerungen unserer Abgeordneten sind mehrere Wahlen vergangen. Niemand kann einen Streit mit der Republik haben.“
Kocaman betonte, dass das Volk solche Ernennungen und Äußerungen verfolge und es die Aufgabe des Volkes sei, diese zu bewerten. Zudem bezeichnete er derartige Diskussionen als unnötig.