Eilmeldung... Geforderte Strafe für Ümit Özdağ steht fest: Entscheidung zur Fortdauer der Untersuchungshaft

Der im Silivri-Gefängnis inhaftierte Vorsitzende der Zafer-Partei, Ümit Özdağ, ist erstmals vor Gericht erschienen. Die Staatsanwaltschaft forderte in ihrem ersten Plädoyer eine Freiheitsstrafe von 1,5 bis 4,5 Jahren für Özdağ. In einer Zwischenentscheidung wurde der Prozess auf den 17. Juni vertagt und die Fortdauer der Untersuchungshaft von Ümit Özdağ angeordnet.

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Die erste Anhörung im Prozess gegen den Vorsitzenden der Zafer-Partei, Ümit Özdağ, dem „öffentliche Aufstachelung zu Hass und Feindseligkeit“ vorgeworfen wird, fand heute statt. Das vom 18. Strafgericht erster Instanz in Istanbul geführte Verfahren begann um 10.30 Uhr im Gerichtssaal des Marmara-Gefängniskomplexes in Silivri.

Özdağ war nach einer Rede bei der Beratungstagung der Provinzvorsitzenden seiner Partei in Antalya am 19. Januar am 20. Januar in Ankara festgenommen, am selben Tag nach Istanbul gebracht und inhaftiert worden. Özdağ, der seitdem seit 142 Tagen im Gefängnis sitzt, erschien heute erstmals vor Gericht.

UNTERSTÜTZER IM GERICHTSSAAL ANWESEND

Zahlreiche hochrangige Vertreter der Zafer-Partei nahmen an der Anhörung in Silivri teil, um ihre Unterstützung zu bekunden. Es wurde berichtet, dass Özdağ beim Betreten des Gerichtssaals von Anwälten und Zuschauern mit Applaus empfangen wurde.

„DAS VERFAHREN IST POLITISCH“

In seiner Verteidigung vor Gericht wies Ümit Özdağ die Vorwürfe gegen ihn als haltlos zurück und erklärte: „Der Grund für meine Inhaftierung hier ist weder eine Beleidigung des Präsidenten noch die Ereignisse in Kayseri.“ Özdağ betonte, dass er in einer Einzelzelle festgehalten werde, seine verfassungsmäßigen Rechte verletzt würden und fügte hinzu: „Dies ist kein juristischer, sondern ein politischer Prozess. Der wahre Grund für meine Inhaftierung ist der Prozess, der mit Öcalan und der PKK geführt wird.“

STAATSANWALTSCHAFT FORDERT BIS ZU 4 JAHRE HAFT

In ihrem ersten Plädoyer zur Sache forderte die Staatsanwaltschaft für Ümit Özdağ gemäß Artikel 216 des türkischen Strafgesetzbuches (TCK) wegen „öffentlicher Aufstachelung zu Hass und Feindseligkeit“ eine Freiheitsstrafe von 1 Jahr und 6 Monaten bis zu 4 Jahren.

PROZESS WEGEN BELEIDIGUNG DES PRÄSIDENTEN EINGELEITET

Wie bekannt wurde, wurde gegen Ümit Özdağ zudem ein separates Verfahren wegen „Beleidigung des Präsidenten“ eingeleitet. Özdağ, der in seiner Rede in Antalya scharfe Kritik an Präsident Recep Tayyip Erdoğan geübt hatte, muss sich auch wegen dieser Äußerungen verantworten. Die Akte zum Vorwurf der „Beleidigung des Präsidenten“ wurde am 17. Februar vom Hauptverfahren abgetrennt. In diesem Zusammenhang wurde eine Freiheitsstrafe von bis zu 4 Jahren und 8 Monaten für Özdağ gefordert.

PROZESS VERTAGT

Es wurde entschieden, die Untersuchungshaft des Zafer-Partei-Vorsitzenden Ümit Özdağ fortzusetzen. Nach einer dreistündigen Verteidigung wurde eine Haftstrafe von bis zu 4 Jahren für Özdağ gefordert.