Eilmeldung im Saraçhane-Prozess

Die 13 Jugendlichen, die während der Saraçhane-Kundgebung am 100. Tag der Inhaftierung von Ekrem İmamoğlu festgenommen und inhaftiert worden waren, erschienen heute vor Gericht und wurden freigelassen.

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Der Prozess gegen die Jugendlichen, die am 1. Juli, dem 100. Tag der Inhaftierung des Bürgermeisters der Stadt Istanbul und CHP-Präsidentschaftskandidaten Ekrem İmamoğlu, bei der Kundgebung in Saraçhane festgenommen wurden, fand heute statt. In dem am Justizpalast von Istanbul verhandelten Fall erschienen insgesamt 35 Jugendliche, darunter 13 Inhaftierte, vor dem Richter.

Die Verhandlung begann um 11.00 Uhr mit der Identitätsfeststellung. Der Saal war aufgrund des großen Interesses von Familien, Angehörigen und Politikern voll besetzt. Auch der stellvertretende CHP-Vorsitzende Suat Özçağdaş sowie der stellvertretende Bürgermeister von Istanbul, Nuri Aslan, verfolgten die Verhandlung.

13 JUGENDLICHE FREIGELASSEN

Das Gericht entschied auf die Freilassung der 13 Jugendlichen, die sich seit längerer Zeit in Haft befanden. Damit sind nun alle Jugendlichen, die aufgrund der Saraçhane-Proteste inhaftiert waren, wieder auf freiem Fuß.

SCHWERE VORWÜRFE IN DER ANKLAGESCHRIFT

In der von der Staatsanwaltschaft erstellten Anklageschrift wurde für die Jugendlichen gemäß Artikel 32/1 des Gesetzes über Versammlungen und Demonstrationen Nr. 2911 eine Strafe wegen „Nichtauflösung trotz Aufforderung“ gefordert.

Darüber hinaus wurde gegen 7 der 35 Jugendlichen der Vorwurf der „Beleidigung des Präsidenten“ erhoben. Die Staatsanwaltschaft behauptete, dieses Delikt sei in Tateinheit begangen worden, und forderte für die betroffenen Jugendlichen jeweils Haftstrafen von bis zu 7 Jahren, 10 Monaten und 15 Tagen.