EILMELDUNG... İmamoğlu an Erdoğan: 'Weder Verbrechen noch Organisation, weder Rettich noch Tasche'

Der in Silivri inhaftierte Bürgermeister von Istanbul (İBB) und Präsidentschaftskandidat Ekrem İmamoğlu hat scharf auf den Vorwurf von Präsident Erdoğan reagiert, es handele sich um eine „kriminelle Vereinigung“. İmamoğlu erklärte: „Aus einer Ordnung, die jemanden zur ‚kriminellen Vereinigung‘ erklärt, noch bevor überhaupt eine Anklageschrift vorliegt, kann keine Gerechtigkeit hervorgehen.“

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Der Bürgermeister von Istanbul und Präsidentschaftskandidat Ekrem İmamoğlu hat in einer schriftlichen Erklärung aus dem Gefängnis Silivri scharf auf die Äußerungen von Präsident und AKP-Parteichef Recep Tayyip Erdoğan reagiert, der ihn und sein enges Team als „kriminelle Vereinigung“ bezeichnet hatte.

İmamoğlu betonte in seiner Erklärung, dass das Präsidialsystem der Regierung insbesondere in der Justiz und in allen staatlichen Institutionen schweren Schaden angerichtet habe. Er warf Erdoğan vor, in die Justiz einzugreifen und die Öffentlichkeit in die Irre führen zu wollen.

„Es liegt noch nicht einmal eine Anklageschrift vor, aber der Präsident erklärt uns sofort zur ‚kriminellen Vereinigung‘“, sagte İmamoğlu und fügte hinzu: „Sie wissen ganz genau: Es gibt weder ein Verbrechen noch eine Organisation, weder Rettich noch Tasche!“

Die Erklärung von İmamoğlu im Wortlaut:

„Viele unserer Institutionen haben unter der Zerstörung durch das absurde Präsidialsystem gelitten. Doch keine hat so schwere Wunden durch dieses absurde System davongetragen wie die Justiz im Land. Es liegt noch nicht einmal eine Anklageschrift vor, aber der Präsident erklärt uns sofort zur ‚kriminellen Vereinigung‘. Er begnügt sich nicht damit, sondern versucht einerseits die Justiz zu beeinflussen und andererseits Zwietracht zwischen mir und meinen Weggefährten zu säen.

Sie wissen ganz genau: Es gibt weder ein Verbrechen noch eine Organisation, weder Rettich noch Tasche! Egal wie viele Falschmeldungen Sie verbreiten lassen, egal wie viele Menschen Sie versuchen, mit Gewalt zu Aussagen zu zwingen – alles, was Sie mit Ihren Verleumdern und geheimen Zeugen tun, ist nach hinten losgegangen. Mein liebes Volk: Dieser intrigante, zwieträchtige und verleumderische Geist nützt diesem Land nicht im Geringsten mehr.

Niemand vertraut einer solch verrotteten Ordnung. In einem System, in dem man sich so unsicher fühlt, gibt es kein Geld, keinen Segen, keinen Wohlstand, kein Brot und keine Arbeit… Diese Rechtswidrigkeiten und das von ihnen geschaffene Umfeld haben unser Volk den höchsten Preis zahlen lassen und werden dies auch weiterhin tun. Sollen sie ruhig mit ihrer Rechtswidrigkeit fortfahren, wir arbeiten weiterhin mit all unserer Kraft daran, diesem Land zu dienen. Mit Gottes Erlaubnis werden wir dieses Ein-Mann-System gemeinsam ändern. Freiheit und Gerechtigkeit werden in unser Land zurückkehren.“