EILMELDUNG... Noch ein Zwangsverwalter: Diesmal wurde er für die Stadtverwaltung Siirt ernannt!
Die Bürgermeisterin von Siirt, Sofya Alağaş, wurde wegen Mitgliedschaft in einer Terrororganisation zu 6 Jahren und 3 Monaten Haft verurteilt. Das Innenministerium hat den Gouverneur von Siirt, Kemal Kızılkaya, als Zwangsverwalter anstelle von Alağaş eingesetzt.
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Das Innenministerium hat den Gouverneur Kemal Kızılkaya zum Zwangsverwalter der Stadtverwaltung Siirt ernannt.
Gegen die Ko-Bürgermeisterin von Siirt, Sofya Alağaş, war während ihrer Zeit als Journalistin ein Verfahren wegen des Vorwurfs der „Mitgliedschaft in einer Organisation“ eröffnet worden; nun fand der 7. Verhandlungstag in diesem Prozess statt.
In der Verhandlung vor dem 5. Schwurgericht von Diyarbakır wurde Alağaş zu einer Freiheitsstrafe von 6 Jahren und 3 Monaten verurteilt.
WAS WAR PASSIERT?
Die Bürgermeisterin von Siirt, Sofya Alağaş, wurde in dem gegen sie geführten Prozess wegen Mitgliedschaft in einer Terrororganisation zu einer Haftstrafe verurteilt.
Die Verhandlung fand vor dem 5. Schwurgericht von Diyarbakır statt. Gegen die Bürgermeisterin von Siirt, Sofya Alağaş, war ein Verfahren unter dem Vorwurf der „Mitgliedschaft in einer Organisation“ eröffnet worden.
Am 7. Verhandlungstag des Prozesses wurde Alağaş zu 6 Jahren und 3 Monaten Haft verurteilt.
Damit wurden seit dem 31. März bereits in 8 Gemeinden der DEM-Partei Zwangsverwalter eingesetzt.
Die Erklärung des Innenministeriums zu diesem Thema lautet wie folgt:
SİİRT BELEDİYE BAŞKANININ İÇİŞLERİ BAKANLIĞINCA GÖREVDEN UZAKLAŞTIRILMASINA DAİR BASIN AÇIKLAMASI: pic.twitter.com/b3jm6AISpe
— T.C. İçişleri Bakanlığı (@TC_icisleri) January 29, 2025
Die Ernennung eines Zwangsverwalters für die Stadtverwaltung Siirt stieß bei der DEM-Partei auf scharfe Kritik.
In einer Erklärung der DEM-Partei hieß es: „Seit den Wahlen am 31. März wurden 8 unserer durch das Volk gewählten Stadtverwaltungen usurpiert.“ Die Ko-Vorsitzende der DEM-Partei, Tülay Hatimoğulları, erklärte: „Frieden wird nicht durch das Beharren auf einer Politik der Zwangsverwaltung erreicht, sondern durch Demokratie, Recht und Gesetz. Wir akzeptieren diesen Raub des Volkswillens nicht, der gerade in einer Zeit stattfindet, in der wir versuchen, die Hoffnung auf Frieden zu stärken.“ Der Ko-Vorsitzende der DEM-Partei, Tuncer Bakırhan, reagierte auf die Entscheidung zur Zwangsverwaltung mit den Worten: „Frieden und Demokratie lassen sich nicht mit politischer Täuschung vereinbaren. Wer den Willen des Volkes nicht respektiert, fügt diesem Land den größten Schaden zu. Die Missachtung des Willens des kurdischen Volkes durch die Einsetzung von Zwangsverwaltern in den Kommunen ist eine koloniale Gewohnheit. Es ist ein vergeblicher Versuch, das kurdische Volk auch im 21. Jahrhundert noch mit kolonialen Methoden regieren zu wollen.“
'8 UNSERER GEMEINDEN USURPIERT'
In einer Erklärung auf dem Social-Media-Account der DEM-Partei hieß es: „Nach der 6 Jahre und 3 Monate langen Haftstrafe gegen unsere Ko-Bürgermeisterin von Siirt, Sofya Alağaş, wurde unsere Stadtverwaltung Siirt heute in den frühen Morgenstunden von der Regierung usurpiert und ein Zwangsverwalter eingesetzt. Damit wurden seit den Wahlen am 31. März insgesamt 8 unserer durch das Volk gewählten Gemeinden usurpiert, darunter Hakkari, Mardin, Batman, Dersim, Halfeti, Akdeniz, Bahçesaray und zuletzt Siirt.“
POLITISCHE TÄUSCHUNG
Der Ko-Vorsitzende der DEM-Partei, Tuncer Bakırhan, erklärte, dass sie die Einsetzung des Zwangsverwalters ablehnen, und führte weiter aus:
„Wir lehnen die Einsetzung eines Zwangsverwalters für unsere Stadtverwaltung Siirt ab. Der Wille des Volkes wird die Mentalität der Usurpatoren besiegen. Es ist eine politische Täuschung, den Weg für die Rechtswidrigkeit der Zwangsverwaltung zu ebnen, indem man unter erfundenen Vorwänden Ermittlungen gegen unsere Ko-Bürgermeister einleitet und sie verurteilt. Frieden und Demokratie lassen sich nicht mit politischer Täuschung vereinbaren. Wer den Willen des Volkes nicht respektiert, fügt diesem Land den größten Schaden zu. Die Missachtung des Willens des kurdischen Volkes durch die Einsetzung von Zwangsverwaltern in den Kommunen ist eine koloniale Gewohnheit. Es ist ein vergeblicher Versuch, das kurdische Volk auch im 21. Jahrhundert noch mit kolonialen Methoden regieren zu wollen. Wir lehnen diese Mentalität, die Institutionen des Volkes, die sie an der Wahlurne nicht gewinnen konnte, nun auf dem Rechts- und Verwaltungsweg usurpiert, aufs Schärfste ab. Der Wille des Volkes von Siirt ist stark genug, um alle politischen Täuschungen, Komplotte und Usurpationen in die Geschichte zu verbannen. Wir laden erneut alle dazu ein, sich auf die Seite der Demokratie zu stellen.“