Eilmeldung... Wir sind mit einer Morgendämmerungs-Operation aufgewacht: Tunç Soyer festgenommen!

Die Generalstaatsanwaltschaft von Izmir hat am Morgen aufgrund von Vorwürfen der Unregelmäßigkeiten bei Genossenschaftsprojekten gehandelt. Im Rahmen der Operation wurde auch der ehemalige Oberbürgermeister von Izmir, Tunç Soyer, festgenommen.

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Im Rahmen einer von der Generalstaatsanwaltschaft Izmir geführten Untersuchung wurden heute Morgen aufgrund von Vorwürfen der Unregelmäßigkeiten bei stadtweiten Genossenschaftsprojekten zeitgleiche Razzien durchgeführt. Es wurde mitgeteilt, dass die Untersuchung wegen Vorgängen eingeleitet wurde, die zu öffentlichem Schaden geführt haben, sowie wegen unbefugter Praktiken.

In den Untersuchungsakten wird insbesondere auf Projekte fokussiert, die über die İZBETON A.Ş., eine Tochtergesellschaft der Stadtverwaltung Izmir, abgewickelt wurden; das Beziehungsgeflecht zwischen den Genossenschaften und diesem Unternehmen werde detailliert geprüft. Die Untersuchung sei aufgrund von Erkenntnissen vertieft worden, wonach bei der Finanzierung der Projekte, bei Grundstückszuweisungen und in den Bauprozessen gegen geltende Vorschriften verstoßen wurde.

Zudem wurde gemeldet, dass der ehemalige Oberbürgermeister von Izmir, Tunç Soyer, im Rahmen der Untersuchung festgenommen wurde. Neben Tunç Soyer wurden auch der stellvertretende Generalsekretär der Stadtverwaltung Manisa, Ulaş Aydın, der Generaldirektor von İZBETON, Heval Savaş Kaya, der Generaldirektor von İZSU, Gürkan Erdoğan, sowie der amtierende CHP-Provinzvorsitzende von Izmir, Şenol Aslanoğlu, festgenommen.

''EIN PROZESS ÄHNLICH DEM IN ISTANBUL''

Der stellvertretende CHP-Vorsitzende Murat Bakan, der die Nachricht von der Festnahme bekannt gab, erklärte dazu:

"Wir sind wieder mit einer Morgendämmerungs-Operation aufgewacht. Unser ehemaliger Oberbürgermeister von Izmir, Tunç Soyer, hochrangige Bürokraten der damaligen Zeit und unser Provinzvorsitzender Şenol Aslanoğlu wurden mit den ersten Lichtstrahlen des Morgens festgenommen. Wir stehen einem Prozess gegenüber, der dem in Istanbul ähnelt.

Wenn wir uns die Namen der Festgenommenen ansehen, zeigt sich, dass die gegen diese Personen erhobenen Vorwürfe Themen sind, die in der Öffentlichkeit seit langem diskutiert, mehrfach erklärt, untersucht oder auf politischer Ebene debattiert wurden.

Es besteht keine Fluchtgefahr. Die Adressen dieser Menschen sind bekannt, es sind Personen, die jeden Tag in der Öffentlichkeit stehen. Hätten sie eine Vorladung zur Aussage erhalten, wären sie selbstverständlich gegangen. Diese Festnahme im Morgengrauen ist keine rechtliche Notwendigkeit, sondern eine klare politische Entscheidung.

Tatsächlich hatte Präsident Erdoğan in den vergangenen Tagen mit den Worten 'Nicht nur Istanbul, auch andere Provinzen sind eine Katastrophe' vom Palast aus das Signal für diese Operationen gegeben. Das Bild, das wir heute sehen, ist nicht das Produkt des Rechts, sondern einer Justizordnung, die auf Anweisung handelt.

Wir kämpfen für die Unabhängigkeit der Justiz. Doch wenn wir mit der Realität konfrontiert werden, sehen wir, dass dies immer noch ein Wunsch bleibt. Wir fliegen jetzt mit der ersten Maschine nach Izmir. Wir werden zu unseren Freunden stehen, wir werden an ihrer Seite sein. Wir werden unsere Solidarität und unseren Kampf gegen diese Rechtswidrigkeit entschlossen fortsetzen."