Ekrem İmamoğlu äußert sich aus dem Gefängnis zu „Terrorfreier Türkei“ und „Neuer Partei“

Der im Silivri-Gefängnis inhaftierte Ekrem İmamoğlu kritisierte die Rhetorik der Regierung zur Terrorfreiheit, erklärte, dass sie keine politische Manipulation zulassen würden, und rief zur Veränderung durch die „Neue Partei“ auf.

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Der im Silivri-Gefängnis inhaftierte Bürgermeister von Istanbul, Ekrem İmamoğlu, beantwortete Fragen von Ali Macit von der Zeitung Sözcü und äußerte sich zu aktuellen Themen. İmamoğlu behandelte die Rhetorik der Regierung zur „Terrorfreien Türkei“, das vom Parlament verabschiedete Rahmengesetz, die Gründung der „Neuen Partei“ und die gegen ihn laufenden Gerichtsverfahren.

Ekrem İmamoğlus Aufruf zur Veränderung an die Jugend und die Gesellschaft

„NIEMAND SOLLTE SICH SELBST ZUM CHAMPION ERNENNEN“

İmamoğlu bezeichnete die Rede des CHP-Vorsitzenden im Parlament als historisch und von staatlicher Verantwortung geprägt; er betonte, dass sie den Frieden und die Ruhe in der Türkei stets unterstützten. İmamoğlu kritisierte die bisherige Politik der Regierung: „Die AK-Partei-Regierung ist für 25 der 40 Jahre Leid dieses Volkes verantwortlich. Jetzt sollte sich niemand selbst zum Champion der Terrorfreiheit ernennen und versuchen, die gesamte Politik hinter sich zu versammeln.“ Er argumentierte, dass sich der Prozess von der Demokratisierung entferne und von Präsident Erdoğan als Instrument zur politischen Gestaltung genutzt werde, und unterstrich, dass sie dies niemals zulassen würden.

BETONUNG DER NEUEN PARTEI UND DES WANDELS

İmamoğlu ging auch auf die Gründungsphase der „Neuen Partei“ ein und bezeichnete diese Bewegung als die inklusivste Einladung in der Geschichte der türkischen Politik. Er erklärte, dass sie die neuen Träger des gesellschaftlichen Widerstands und des demokratischen Willens seien, und betonte, dass diejenigen, die die Schritte des Wandels fürchten, sie nicht durch Verhaftungen und Unterdrückung aufhalten könnten.

Ekrem İmamoğlu spricht zu den Menschenmengen

„ALLE GEGEN MICH LAUFENDEN VERFAHREN SIND ERFUNDEN“

İmamoğlu wies auf die fast zwanzig gegen ihn eröffneten Gerichtsakten hin und erklärte, dass die Justizprozesse nicht ihren natürlichen Lauf nähmen und die Dienstorte von Richtern und Staatsanwälten häufig geändert würden. „Von Diplom-Angelegenheiten bis hin zu Spionage, vom ‚Dummkopf-Prozess‘ bis hin zu Bestechung und Erpressung – alles ist erfunden“, sagte İmamoğlu und drückte aus, dass diese Schritte eine Operation seien, um den politischen Gegner auf dem Rechtsweg zu vernichten. Er sagte, dass auch das Recht auf Verteidigung faktisch behindert werde, und erneuerte seine Forderung, die Verhandlungen live im Fernsehen zu übertragen.

TRABZONSPORS TRANSFER VON MOHAMMED SALAH

Ekrem İmamoğlu bewertete auch die Sportagenda und gratulierte Trabzonspor zur Verpflichtung des Weltstars Mohammed Salah. İmamoğlu äußerte den Wunsch, dass dieser kostspielige Transfer dem Verein den größtmöglichen sportlichen und soziologischen Nutzen bringe, und fügte hinzu, dass die Vereinsführung die erzielten Einnahmen in korrekte Projekte investieren müsse.