Ekrem İmamoğlu mit bemerkenswerter Botschaft gegen Sicherheitsbedenken: 'Unser Land wird nicht durch Angst, sondern durch den Willen unseres Volkes gestärkt'
Der Präsidentschaftskandidat und inhaftierte Bürgermeister von Istanbul, Ekrem İmamoğlu, argumentierte in einer Erklärung in den sozialen Medien, dass die Regierung versuche, ihre eigene Existenz zu sichern, indem sie Sicherheitsbedenken in der Gesellschaft schüre. In seinem Beitrag betonte İmamoğlu, dass das grundlegende Anliegen der Nation echte Sicherheit sei und dass die Türkei einen tiefgreifenden Wandel benötige.
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Ekrem İmamoğlu, der als Inhaftierter am Präsidentschaftswettbewerb teilnimmt und gleichzeitig Bürgermeister von Istanbul ist, wandte sich über die sozialen Medien an die Öffentlichkeit.
In seiner Erklärung behauptete İmamoğlu, dass das Land seit langem unter einem wirtschaftlichen Rückgang, einer Schwächung des Justizsystems und einer Einengung der Demokratie leide, während die Regierung die Gesellschaft durch die ständige Angst vor Sicherheitsrisiken lenke.
İmamoğlu erklärte, dass der Staat sich von dem Prinzip entfernt habe, ein gemeinsames Dach für alle Bürger zu sein, und stattdessen zu einem politischen Instrument geworden sei.
In seinem Beitrag hob er unter anderem folgende Punkte hervor:
"Das türkische Volk ist ein Volk, das in jeder Epoche der Geschichte Außergewöhnliches geleistet hat.
Dieses Land ist die Heimat von Weisheit, Wissenschaft, Mut und Schaffenskraft.
Anatolien ist keine gewöhnliche Geografie.
Es ist der Ort, an dem das tausendjährige Staatsgedächtnis Wurzeln geschlagen hat.
Es ist der Wille, in schwierigen Zeiten zu bestehen.
Unser Land wurde seit seiner Gründung mit vielen Bedrohungen, Angriffen, Krisen und der Möglichkeit des Chaos geprüft.
Deshalb sucht unser Volk bei jeder Sicherheitsdebatte nach dem Staat. Der Staat jedoch bleibt oft im Schatten der aktuellen Regierung.
Wir müssen diesem Zustand ein Ende setzen.
Denn der Staat existiert, um die Sicherheit und den Wohlstand von uns allen zu gewährleisten. Während unser Land seit Jahren wirtschaftlich zurückfällt, die Justiz schwächer wird und die Demokratie kaum noch atmen kann, versucht die Regierung, ihre Existenz durch das Schüren von Sicherheitsängsten aufrechtzuerhalten.
Sie macht den Staat zu einem Instrument ihrer eigenen politischen Existenz, anstatt ihn als gemeinsames Dach der Nation zu bewahren.
Die Sicherheit unseres Volkes ist unser grundlegendstes Anliegen.
Eine starke Armee, ein starker Geheimdienst und eine starke Abschreckung sind keine Wahl, sondern eine Notwendigkeit.
Aber Sicherheit wird nicht durch ein Verständnis erreicht, das nur aus Waffen und Slogans besteht.
Echte Sicherheit entsteht durch starke Institutionen.
Sie entsteht durch Kompetenz.
Sie entsteht durch Wissenschaft.
Sie entsteht durch Gerechtigkeit.
Sie entsteht durch Freiheit.
Sicherheit bedeutet nicht, das Volk durch Angst zu regieren, sondern dem Volk Vertrauen zu schenken.
Den Staat zu vergrößern, darf nicht zum Nachteil der Bürger geschehen.
Den Staat zu stärken, darf nicht die Rechtsstaatlichkeit schwächen.
Ein großer Wandel, der die verkrustete Schicht der Angst durchbricht, die das Potenzial dieses Volkes umgibt, ist unerlässlich.
Unter der Regierung des Volkes wird die Türkei ihr Selbstvertrauen zurückgewinnen.
Die Türkei wird wieder produzieren.
Die Türkei wird wieder Geschichte schreiben.
Denn was dieses Land aufrecht erhält, ist nicht die Angst, sondern der Verstand, der Wille und der Glaube des Volkes.
Etwas wird sich ändern, alles wird sich ändern. Nicht nur die Regierung, das Klima wird sich ändern.
Und die Türkei wird wieder in eine Zukunft schreiten, die ihrer Geschichte und Kultur würdig ist."