Ekrem İmamoğlu sendet Nachricht aus Silivri: 'Wir stehen unter Unterdrückung'

Der in Silivri inhaftierte Ekrem İmamoğlu thematisierte in einem Brief, der beim Treffen des Familien-Solidaritätsnetzwerks in Saraçhane verlesen wurde, die Unterdrückung, der er und seine Familie ausgesetzt sind.

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Das Familien-Solidaritätsnetzwerk (ADA) hielt sein 11. Treffen, bei dem Familien zusammenkamen, die nach den Ereignissen vom 19. März zu Opfern wurden, im Saraçhane-Park ab. Bei dieser Veranstaltung wurde ein Brief des Bürgermeisters der Stadt Istanbul, Ekrem İmamoğlu, den er aus Silivri gesendet hatte, von seiner Ehefrau Dilek Kaya İmamoğlu verlesen.

İmamoğlu erklärte in seinem Schreiben: "Gegen mich, meine Familie und meine Weggefährten wird eine beispiellose politische Operation durchgeführt. Mütter und Väter werden von ihren Kindern getrennt. Die Solidarität, die in diesen schwierigen Tagen gezeigt wird, ist unbezahlbar." İmamoğlu wies insbesondere auf die Schwierigkeiten hin, die Kinder und Jugendliche in diesem Prozess erleben.

Bei der Veranstaltung hielt auch die Tochter des Bürgermeisters von Esenyurt, Prof. Dr. Ahmet Özer, die Anwältin Seraf Özer, eine Rede. Özer schilderte die Herausforderungen, die sie im ersten Jahr der Inhaftierung ihres Vaters erlebt haben, und sagte: "Ich bin jeden Tag dankbar dafür, dass ich meinen Vater bei guter Gesundheit wiedersehen kann."

Ceren Kaya berichtete über die Inhaftierung ihres Vaters Cevat Kaya und sagte: "Das einzige Verbrechen meines Vaters war es, Vater, Ehemann und Bruder zu sein." Kaya betonte, sie glaube daran, dass die Gerechtigkeit eines Tages siegen werde.

Der Student Berkant Tatlı machte auf Probleme bei der Unterbringung aufmerksam und forderte: "Die KYK-Stipendien müssen erhöht werden, und unser Recht auf kostenlose und qualifizierte Unterbringung muss gewährleistet sein." Tatlı ging zudem auf das Klima des Drucks an den Universitäten und die Bedrohungen für die Pressefreiheit ein.