Ekrem İmamoğlus Tour der Parteichefs geht weiter: Demokratie unter Druck
Nach der Einsetzung von Zwangsverwaltern in den Gemeinden Esenyurt, Mardin, Batman und Halfeti hat der Bürgermeister von Istanbul, Ekrem İmamoğlu, eine Reihe von Besuchen bei Parteiführern begonnen. İmamoğlu traf sich mit dem Vorsitzenden der İYİ-Partei, Müsavat Dervişoğlu.
12punto
Der Bürgermeister der Stadt Istanbul, Ekrem İmamoğlu, setzt seine Tour der Parteichefs fort, die er nach der Einsetzung von Zwangsverwaltern in den Gemeinden Esenyurt, Mardin, Batman und Halfeti begonnen hatte.
İmamoğlu traf sich heute zunächst mit dem Vorsitzenden der Republikanischen Volkspartei (CHP), Özgür Özel. Anschließend führte er ein Gespräch mit dem Vorsitzenden der Demokratischen Partei, Gültekin Uysal.
Im Rahmen seiner Tour traf sich İmamoğlu in der Parteizentrale der İYİ-Partei mit deren Vorsitzenden Müsavat Dervişoğlu.
Nach dem Treffen hielten İmamoğlu und Dervişoğlu eine gemeinsame Pressekonferenz ab.
Die wichtigsten Aussagen von Ekrem İmamoğlu lauten wie folgt:
Dass Mitglieder der Regierungspartei und Fraktionsvorsitzende innerhalb der Türkischen Großen Nationalversammlung (TBMM) Erklärungen abgeben, wonach diese Prozesse der Zwangsverwaltung fortgesetzt werden, zeigt, unter welchem Druck die Demokratie steht. Wir werden unsere Arbeit bezüglich des Prozesses der Zwangsverwaltung in dieser Woche abschließen. Den Text, den wir erarbeiten, werden wir auch der TBMM vorlegen.
DIE TÜRKEI IN EINER KRISENSITUATION ZURÜCKGELASSEN
Der Fraktionsvorsitzende der İYİ-Partei, Müsavat Dervişoğlu, kritisierte die Einsetzung von Zwangsverwaltern in den Gemeinden sowie die Haltung der Regierung in dieser Angelegenheit und erklärte, dass die Türkei in eine politische Krise gestürzt werden solle. Dervişoğlu betonte, dass willkürliche Praktiken bisher immer zu politischen Krisen geführt hätten, und wies darauf hin, dass die Methoden der Regierung die gesellschaftlichen Probleme vertieften.
Dervişoğlu erklärte, dass Bürgermeister zwar bei Straftaten ihres Amtes enthoben werden könnten, dies jedoch durch die Wahl eines neuen Bürgermeisters aus der Mitte des Gemeinderats gelöst werden sollte, und sagte: „Indem ein Bürgermeister aus der Mitte des Gemeinderats gewählt wird, könnte eine rechtlich konforme Grundlage geschaffen werden. Während eine solche Möglichkeit besteht, Krisen zu provozieren, ist zur gewohnten Praxis dieser Regierung geworden.“