Entscheidung für Treffen mit Terroristenführer Öcalan stößt auch in Fußballstadien auf Protest

Während die Prozesskommission der TBMM beschloss, nach Imralı zu reisen, kam es beim Spiel Göztepe gegen Kocaelispor auf den Tribünen zu Protesten gegen Öcalan. Ähnliche Reaktionen hatte es bereits bei Spielen der türkischen Fußballnationalmannschaft gegeben.

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Die Prozesskommission der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM) hat am vergangenen Freitag nach einer Abstimmung beschlossen, die Insel Imralı zu besuchen. Nach dieser Entscheidung wurde bekannt, dass die CHP nicht an der Abstimmung teilnahm und die Yeni-Yol-Gruppe ebenfalls beschloss, keinen Vertreter zu entsenden.

PROTEST BEIM SPIEL GÖZTEPE-KOCAELİSPOR

Die Entscheidung, nach Imralı zu reisen, fand auch in der Sportwelt ein Echo. Diese Entscheidung der Prozesskommission stieß beim Süper-Lig-Spiel zwischen Göztepe und Kocaelispor auf den Tribünen auf Ablehnung. Während Kocaelispor-Fans Slogans wie „Darf ein Terrorist im Parlament sprechen?“ riefen, schlossen sich die Göztepe-Fans diesem Protest an.

AUCH BEIM LÄNDERSPIEL GAB ES ÖCALAN-PROTESTE

In den vergangenen Tagen hatte es bereits bei dem Spiel der türkischen Fußballnationalmannschaft gegen Bulgarien einen ähnlichen Protest gegeben. Zudem waren auch bei dem Länderspiel, das der Präsident und AKP-Vorsitzende Recep Tayyip Erdoğan gemeinsam mit dem georgischen Präsidenten Micheil Kawelaschwili verfolgte, Proteste gegen Öcalan auf den Tribünen zu vernehmen.

EIN PROZESS IM SCHATTEN DER DEBATTEN

Die Entscheidung der TBMM, nach Imralı zu reisen, und die darauffolgenden Proteste haben die politischen und gesellschaftlichen Debatten vertieft. Solche Aktionen haben die unterschiedlichen Sichtweisen und Reaktionen verschiedener Bevölkerungsgruppen zu diesem Thema erneut in den Mittelpunkt gerückt.