Entscheidung von Mansur Yavaş, der seinen Konkurrenten mit doppeltem Vorsprung schlug, zur „Gemeindeversammlung“: „Das Erste, was ich sagen werde...“

Der CHP-Politiker Mansur Yavaş, der mit 60,44 Prozent der Stimmen als Bürgermeister der Stadt Ankara wiedergewählt wurde, erläuterte seine Pläne für die neue Amtszeit.

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Der Bürgermeister der Stadt Ankara, Mansur Yavaş, hatte seinen Konkurrenten Turgut Altınok mit einem Vorsprung von 28,76 Prozentpunkten deutlich hinter sich gelassen.

Im Gespräch mit Saygı Öztürk von Sözcü erläuterte Yavaş seine neue Amtszeit in Ankara. 

WAS PASSIERTE IN DER VORHERIGEN AMTSZEIT?

Yavaş erklärte, dass der Wahlprozess reibungslos verlaufen sei, äußerte sich aber auch zum Umgang der Bezirksbürgermeister in der vorangegangenen Amtszeit:

„Die Bezirksbürgermeister vertraten die Haltung: ‚Lasst uns nichts von Herrn Mansur verlangen, damit er es nicht umsetzen kann und keine Punkte sammelt.‘ Sie handelten nach einer Logik, die man sich kaum vorstellen kann. Dabei haben sie ihren eigenen Bezirken geschadet, da Dienstleistungen nicht erbracht wurden. Ich wollte ehrlich gesagt keine falschen Investitionen tätigen. Ich habe soziale Einrichtungen wie Familienzentren und Ähnliches gebaut. Wir hätten besser zusammenarbeiten können, aber leider wurde dies nicht akzeptiert.

Mit den Bezirksbürgermeistern hätte man effizienter zusammenarbeiten können. Das Erste, was ich in der Gemeindeversammlung sagen werde, ist Folgendes: Es gibt 16 Bürgermeister von der CHP, 8 von anderen Parteien und einen unabhängigen Bürgermeister. Ich werde zu ihnen sagen: ‚Kommt, lasst uns zusammenarbeiten, lasst uns gemeinsam unterstützen, was auch immer in euren Bezirken getan werden muss.‘ Denn diejenigen, die eine andere Haltung zeigten, sind politisch in der Versenkung verschwunden. Ich hatte ihnen gesagt: ‚Wenn ihr meine Hand nicht ergreift, werde ich euch bei der nächsten Wahl beim Volk anprangern.‘ Während des Wahlkampfs habe ich das tatsächlich überall getan, wo ich war.

Sie haben meine Hand nicht ergriffen, sie sind nicht in mein Büro gekommen. Ich habe sogar zwei oder drei Beispiele genannt, wo gesagt wurde: ‚Lass es nicht durch Herrn Mansur machen, mach es selbst.‘ Der verstorbene Bürgermeister von Ayaş hatte gesagt: ‚Es ist uns verboten, mit Herrn Mansur zu sprechen.‘ Dabei hatte ich seinerzeit seinen Sohn anwaltlich vertreten. Das sind alles die Folgen dieser Haltungen.“

WAS WIRD IN DER NEUEN AMTSZEIT IN ANKARA PASSIEREN?

Yavaş äußerte sich auch zur neuen Amtszeit:

„Zumindest gibt es Forderungen, die in der Gemeindeversammlung warten oder ständig aufgeschoben wurden. Diese werden nun sofort auf den Tisch kommen, und die neuen Bezirksbürgermeister werden unseren Kurs natürlich verändern. Denn wir kennen die Defizite derjenigen nicht, die nicht mit uns gesprochen haben. Jetzt werden wir sehen können, was dort fehlt. Wir werden nun auch sehen, welche Mängel in den neu gewonnenen Gemeinden bestehen. Daher werden wir einerseits unsere eigenen Projekte weiterverfolgen und andererseits versuchen, den Anforderungen aus diesen Bezirken gerecht zu werden.“