Erinnerung an Erdoğans Worte: 'Was Sie in Ankara sagen, wird Ihnen in Athen vorgehalten'
Der Journalist und Autor Murat Yetkin erinnerte in einem Artikel, den er nach dem Interview von Präsident Tayyip Erdoğan mit der Zeitung Kathimerini vor dessen Griechenland-Besuch verfasste, an Erdoğans frühere Aussagen und erklärte: "Je häufiger die Kehrtwenden werden, desto geringer wird die Wirkung der scharfen Töne."
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Der Journalist und Autor Murat Yetkin erinnerte nach dem Interview, das Präsident und AKP-Vorsitzender Recep Tayyip Erdoğan der Zeitung Kathimerini vor seinem Griechenland-Besuch gegeben hatte, an die Worte, die Erdoğan einst über Griechenland geäußert hatte.
"Erdoğans Kontakte in Athen am 7. Dezember sind ein neues Beispiel dafür, dass auf scharfe Rhetorik sanfte Taten folgen", so Yetkin, der seinen Artikel wie folgt fortsetzte:
"WAS SIE IN ANKARA SAGEN, WIRD IHNEN IN ATHEN VORGEHALTEN"
"Die Verbesserung der Beziehungen zu Griechenland berücksichtigt natürlich auch die Dimensionen der USA und der EU sowie die der Auslandsinvestitionen. Unsere Älteren sagten: 'Iss einen großen Bissen, aber sprich keine großen Worte'; das ist ein türkisches Sprichwort.
Erdoğans Vorstöße und diese Kehrtwenden haben die Schwelle überschritten, an der sie mit dekorativen Worten wie 'erfolgreiche Außenpolitik, die sich den veränderten Bedingungen anpasst' erklärt werden könnten. Je häufiger die Kehrtwenden werden, desto geringer wird die Wirkung der scharfen Töne. Natürlich sollte jedes Land das tun, was seine Interessen in diesem Moment erfordern. Aber das erfordert nicht, dass man seinen Gesprächspartnern zuvor alles an den Kopf wirft, was einem gerade am schärfsten in den Sinn kommt.
Denn was Sie in Ankara sagen, wird Ihnen später in Athen vorgehalten; so wie es Kathimerini getan hat."