Ermittlungen gegen Studierende an der Yıldız-Technik-Universität wegen 'Atatürks Ansprache an die Jugend'

Die Yıldız-Technik-Universität hat ein Disziplinarverfahren gegen Studierende eingeleitet, die Atatürks Ansprache an die Jugend verlesen haben; der Vorfall löste in den sozialen Medien ein breites Echo aus.

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Die Yıldız-Technik-Universität hat ein Ermittlungsverfahren gegen Studierende eingeleitet, die sich auf dem Campus Davutpaşa versammelt hatten, um Atatürks Ansprache an die Jugend zu verlesen.

Die Studierenden hatten sich vor einer Kaffeekette versammelt, die aus Protest gegen die Inhaftierung des Bürgermeisters von Istanbul, Ekrem İmamoğlu, boykottiert wurde.

Während dieser Veranstaltung wurden zudem kostenlose Speisen und Getränke verteilt.

Die Universitätsleitung erklärte in einem an die Studierenden versandten Dokument: "Die Gruppe von Studierenden, die die an sie gerichteten Mahnungen und Warnungen nicht beachtet hat, hat Atatürks Ansprache an die Jugend verlesen und unter Begleitung von Musik und Unterhaltung kostenlos Speisen und Getränke verteilt."

Diese Entwicklung stieß in den sozialen Medien auf große Empörung. Es wurde darauf hingewiesen, dass eine hohe Anzahl an Ermittlungsverfahren gegen Studierende eingeleitet wurde, was als Beispiel für den wachsenden Druck auf junge Menschen gewertet wurde.

Die von Jugendlichen initiierten Proteste gegen die Inhaftierung des Istanbuler Bürgermeisters Ekrem İmamoğlu waren ins Visier der von der Regierung politisierten Justiz geraten, was zur Verhaftung vieler junger Menschen führte.