Ermittlungen wegen Şeyh-Sait-Äußerungen: Neue Entwicklung im Fall des DEM-Co-Vorsitzenden Tuncer Bakırhan

Nach seiner Rede in Mardin, in der er sagte: „Sie sollen sehr gut wissen, dass das kurdische Volk das tun wird, was Seyit Rıza getan hat, was Şeyh Sait getan hat, was Mazlum, Deniz und Sakine getan haben“, wurde ein Ermittlungsverfahren gegen den Co-Vorsitzenden der DEM-Partei, Tuncer Bakırhan, eingeleitet. Nun gibt es eine neue Entwicklung in diesem Fall.

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Die Generalstaatsanwaltschaft Ankara hatte gegen den Co-Vorsitzenden der DEM-Partei, Tuncer Bakırhan, wegen seiner Äußerungen bei einer Rede in Mardin ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. 

Das Innenministerium hatte mitgeteilt, dass aufgrund seiner Erklärungen zu den Einsetzungen in den Kommunalverwaltungen rechtliche Schritte gegen den Co-Vorsitzenden der DEM-Partei, Tuncer Bakırhan, sowie den DEM-Provinzvorsitzenden von Mardin, Mehmet Mihdi Tunç, eingeleitet wurden. 

Da Bakırhan Abgeordneter für Siirt ist, wurde das Ermittlungsverfahren gegen ihn vom Büro für parlamentarische Straftaten der Generalstaatsanwaltschaft Ankara eingeleitet.

Informationen zufolge hat das Büro für parlamentarische Straftaten von Amts wegen Ermittlungen eingeleitet, da Bakırhan erklärt hatte: „Was auch immer Seyit Rıza getan hat, was auch immer Şeyh Sait getan hat, das kurdische Volk wird das Gleiche tun.“

Die Ermittlungen werden wegen der Vorwürfe der „Verherrlichung von Straftaten und Straftätern“ sowie der „Aufstachelung des Volkes zu Hass und Feindseligkeit“ geführt.

WAS HAT TUNCER BAKIRHAN GESAGT?

Tuncer Bakırhan hatte in seiner Rede in Mardin gesagt: „Sie sollen sehr gut wissen, dass das kurdische Volk das tun wird, was Seyit Rıza getan hat, was Şeyh Sait getan hat, was Mazlum, Deniz und Sakine getan haben.“

STELLUNGNAHME DER DEM-PARTEI

Die DEM-Partei hatte ebenfalls eine Erklärung zu den Angriffen auf Bakırhan nach diesen Äußerungen abgegeben. In der Erklärung wurde darauf hingewiesen, dass Bakırhans Worte über Şeyh Said und Seyid Rıza im Kontext seiner Rede zur Treuhänder-Problematik verzerrt dargestellt würden. Es hieß: „In der Rede wird auf ein historisches Gedächtnis verwiesen und die Methoden kritisiert, die bei der Lösung der kurdischen Frage zu einer Sackgasse führen. Während einerseits ein Treuhänder-Putsch gegen unsere Kommunalverwaltungen verübt wird, sind wir andererseits einem organisierten politischen Lynchmord ausgesetzt.“