Ermittlungen zum CHP-Parteitag! Erste Stellungnahme von Akif Hamzaçebi

Die Generalstaatsanwaltschaft Ankara hat Ermittlungen wegen Vorwürfen eingeleitet, wonach auf dem 38. ordentlichen Parteitag der CHP Stimmen gegen Geld gekauft worden sein sollen. Der ehemalige Parteivorsitzende Kemal Kılıçdaroğlu und der ehemalige stellvertretende Fraktionsvorsitzende Akif Hamzaçebi wurden als Zeugen zur Aussage geladen. Hamzaçebi gab eine erste Stellungnahme ab.

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Die Generalstaatsanwaltschaft Ankara hat Ermittlungen zum 38. ordentlichen Parteitag der Republikanischen Volkspartei (CHP) eingeleitet, der am 4. und 5. November 2023 in der Ankara Spor Salonu stattfand.

Die Staatsanwaltschaft hat den ehemaligen CHP-Vorsitzenden Kemal Kılıçdaroğlu und den ehemaligen stellvertretenden CHP-Fraktionsvorsitzenden Akif Hamzaçebi als Zeugen zur Aussage geladen.

In einer Erklärung der Generalstaatsanwaltschaft Ankara hieß es, dass nach einer Anzeige bei der Generalstaatsanwaltschaft Bursa bezüglich der Behauptung, auf dem CHP-Parteitag in Ankara seien "am Tag des Parteitags Stimmen gegen Geld abgegeben worden", die Unterlagen aufgrund eines Unzuständigkeitsbeschlusses an die Generalstaatsanwaltschaft Ankara übermittelt wurden.


In der Erklärung wurde weiter ausgeführt: "Nach der Übermittlung der Unterlagen wurde durch unsere Staatsanwaltschaft im Januar 2024 ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Aufgrund ihrer Erklärungen in den Medien und sozialen Netzwerken zu dem Sachverhalt, der Gegenstand der Ermittlungen ist, wurden Kemal Kılıçdaroğlu und Akif Hamzaçebi als Zeugen zur Aussage geladen. Die Ermittlungen werden sorgfältig fortgesetzt. Dies wird der Öffentlichkeit respektvoll mitgeteilt."

ERSTE STELLUNGNAHME VON HAMZAÇEBİ

Der zur Aussage geladene Hamzaçebi gab eine erste Stellungnahme zu dem Thema ab.


In einem Beitrag auf seinem X-Account erklärte Hamzaçebi: "Ich habe keinerlei Behauptungen bezüglich unseres Parteitags im Sinne von Unregelmäßigkeiten oder Ähnlichem. Ich verfüge über keine derartigen Informationen. Ich habe auch keine Andeutungen gemacht. Ich bin auch kein Zeuge. Wenn man sich meine vorherige Erklärung ansieht, wird dies deutlich."


Hamzaçebi äußerte sich wie folgt:


"ANTWORT AUF REALITÄTSFERNE KOMMENTARE"


Ich habe keinerlei Behauptungen bezüglich unseres Parteitags im Sinne von Unregelmäßigkeiten oder Ähnlichem. Ich verfüge über keine derartigen Informationen. Ich habe auch keine Andeutungen gemacht. Ich bin auch kein Zeuge. Wenn man sich meine vorherige Erklärung ansieht, wird dies deutlich.


Was ich sage, ist Folgendes: Herr Erdoğan behauptet nun schon zum vierten Mal, dass es bei dem Parteitag, auf dem Herr Özgür Özel zum CHP-Vorsitzenden gewählt wurde, Unregelmäßigkeiten gegeben habe. Auf alles zu antworten, was Erdoğan sagt, bedeutet, seiner Agenda zu folgen. Das halte ich ebenfalls nicht für richtig. Doch während man diese Äußerungen, die darauf abzielen, den Willen unserer Delegierten in den Schatten zu stellen, scharf zurückweisen und das Thema beenden sollte, geschieht dies nicht. Die schweren Worte und Beleidigungen, die Erdoğan bisher gegen unsere Partei gerichtet hat, wurden stets auf das Schärfste erwidert.

Was ich sage, ist, dass man angesichts dieser nun kontinuierlichen Behauptungen nicht schweigen darf.


Schweigen ist für mich nicht akzeptabel.


Wäre ich in der Parteiführung, würde ich nicht schweigen, sondern die Herausforderung annehmen. Zumindest hätte ich folgende Antwort gegeben:


'Ich nehme die Äußerungen von Herrn Erdoğan, die darauf abzielen, unseren Parteitag in den Schatten zu stellen, nicht ernst. Wir sind uns unseres Parteitags und unserer Delegierten sicher. Anstatt über uns zu reden, sollte er sich seine eigene Partei ansehen. Wenn man von Unregelmäßigkeiten spricht, ist die Partei, die einem in den Sinn kommt, die AK-Partei, nicht die CHP.'


Meine Kritik richtet sich dagegen, dass eine solche Antwort nicht gegeben wird und Erdoğan somit die Möglichkeit erhält, das Thema ständig auf der Tagesordnung zu halten."