Ermittlungsverfahren gegen Fatih Mehmet Maçoğlu eingeleitet
Die Untersuchung der zivilen Inspektoren des Innenministeriums in der Stadtverwaltung von Tunceli wurde abgeschlossen. Es wurde festgestellt, dass Fatih Mehmet Maçoğlu durch unrechtmäßige Arbeitnehmereinstellungen dem öffentlichen Haushalt Schaden zugefügt hat. Gegen Maçoğlu wurde eine Forderung in Höhe von 86 Millionen 620 Tausend Lira erhoben und zudem Strafanzeige erstattet.
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Die zivilen Inspektoren des Innenministeriums haben die im Dezember letzten Jahres begonnene Untersuchung in der Stadtverwaltung von Tunceli im Juni abgeschlossen. Bei der Prüfung wurde festgestellt, dass Fatih Mehmet Maçoğlu, der als Kandidat der Kommunistischen Partei der Türkei (TKP) zum Bürgermeister gewählt wurde, während seiner Amtszeit 145 Arbeitnehmer unrechtmäßig eingestellt und dadurch dem öffentlichen Haushalt Schaden zugefügt hat.
ÖFFENTLICHER SCHADEN UND STRAFANZEIGE
Den Feststellungen der Inspektoren zufolge entsprachen die Personalkosten 84 Prozent der Einnahmen der Stadtverwaltung. Aus diesem Grund wurde gegen Maçoğlu eine Forderung in Höhe von insgesamt 86 Millionen 620 Tausend Lira erhoben und bei der Generalstaatsanwaltschaft Tunceli Strafanzeige erstattet.
EINSPRUCH ABGELEHNT
Fatih Mehmet Maçoğlu legte durch ein schriftliches Gesuch bei der Stadtverwaltung von Tunceli Einspruch ein. Nach einer Prüfung durch den stellvertretenden Bürgermeister Şefik Aygöl wurde der Einspruch von Maçoğlu jedoch zurückgewiesen.
Eine Untersuchung der Provinzdirektion der Arbeitsagentur İŞKUR ergab zudem, dass zwischen 2019 und 2024 insgesamt 145 Arbeitnehmer ohne vorherige öffentliche Ausschreibung eingestellt wurden. Gegen das städtische Unternehmen wurde eine Geldstrafe in Höhe von 500 Tausend Lira verhängt und eine Verwarnung ausgesprochen, künftige Einstellungen öffentlich bekannt zu geben. Der Einspruch gegen die gegen die Stadtverwaltung verhängte Strafe wurde vom Friedensgericht Tunceli ebenfalls abgelehnt.
WEITERE FORDERUNGEN GEGEN BÜRGERMEISTER
Im Rahmen der Untersuchung wurde zudem festgestellt, dass gegen Cevdet Konak von der DEM-Partei, dessen Amt durch einen staatlichen Treuhänder ersetzt wurde, eine Forderung in Höhe von 2 Millionen 84 Tausend Lira erhoben wurde, da er acht Arbeitnehmer wieder eingestellt hatte, die während der vorangegangenen Treuhänder-Amtszeit entlassen worden waren. Gegen Ali İhsan Bayır, der Maçoğlu während dessen Kandidatur für das Bürgermeisteramt in Istanbul-Kadıköy vertrat, wurde eine Forderung in Höhe von 3 Millionen 206 Tausend Lira erhoben, da er im Rahmen eines Tarifvertrags hohe Gehaltserhöhungen gewährt hatte.