Erste Reaktion der CHP auf die 'Ahmet Özer'-Erklärung von Innenminister Ali Yerlikaya
Nachdem Innenminister Ali Yerlikaya zur Verhaftung des CHP-Bürgermeisters von Esenyurt, Ahmet Özer, erklärt hatte: „Ein Stadtoberhaupt kann kein Terrorunterstützer sein“, kam die erste Reaktion der CHP.
Nagihan Yılkın
NAGİHAN YILKIN
Innenminister Ali Yerlikaya äußerte sich während einer Pressekonferenz in Şanlıurfa zur aktuellen politischen Lage. Zur Verhaftung des CHP-Bürgermeisters von Esenyurt, Ahmet Özer, sagte er: „Die Situation, mit der sich Gemeindeverwalter konfrontieren müssen, wenn sie Mitglieder einer Terrororganisation sind, ist im Gemeindegesetz klar geregelt. Unsere Nation steht weltweit an erster Stelle unter den Völkern, die am meisten unter Terrorismus gelitten haben. Bürgermeister, die – egal welcher Partei sie angehören – Distanz zum Terrorismus wahren, eine nationale Haltung zeigen und ohne Wenn und Aber gegen dieses Übel kämpfen, haben bei uns einen festen Platz. Es ist unsere Pflicht, diejenigen zur Rechenschaft zu ziehen, die mit Terrorismus in Verbindung stehen. Ein Stadtoberhaupt kann kein Terrorunterstützer sein. Terrorismus hat keine Politik, man kann ihn nur bekämpfen. Subunternehmer-Organisationen wie die PKK sind das Spiel derjenigen, die die Stärke der Türkei nicht verkraften können.“
„BEWEIS DAFÜR, DASS DIE JUSTIZ UNTER DRUCK GESETZT WIRD“
Die erste Antwort auf Yerlikaya kam vom stellvertretenden CHP-Fraktionsvorsitzenden Gökhan Günaydın.
Günaydın erklärte gegenüber 12punto: „Der Innenminister hat anscheinend schon ein Urteil gefällt... Die Ämter, die sie bekleiden, sind sehr ernst, sie sollten sich dieser Ernsthaftigkeit entsprechend verhalten.“
Günaydın betonte, dass die Justiz unter Druck gesetzt werde, und fügte hinzu: „Selbst diese Rede ist ein Beweis dafür, dass die Justiz einerseits instrumentalisiert und andererseits unter Druck gesetzt werden soll.“