Erste Reaktion von Gül Çiftçi (CHP) auf die Anklageschrift gegen die Stadtverwaltung Istanbul
Die stellvertretende CHP-Vorsitzende Gül Çiftçi argumentierte, dass die gegen die Stadtverwaltung Istanbul (İBB) erstellte Anklageschrift auf keiner soliden Grundlage beruhe. Çiftçi erklärte, die Anklageschrift sei voller Widersprüche.
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Die Korruptionsanklage gegen 402 Personen, darunter auch der Bürgermeister der Stadtverwaltung Istanbul, Ekrem İmamoğlu, wurde fertiggestellt. In der Anklageschrift werden den Verdächtigen, von denen sich 105 in Untersuchungshaft befinden, Vorwürfe wie "Bildung einer kriminellen Vereinigung" und "Bestechlichkeit" gemacht. Für İmamoğlu wird eine Freiheitsstrafe zwischen 828 und 2.352 Jahren für 142 verschiedene Straftaten gefordert.
Gül Çiftçi, die stellvertretende Vorsitzende der CHP für Wahl- und Parteirechtsangelegenheiten, erklärte in einer Stellungnahme gegenüber Halk TV, dass die Anklageschrift vorab an regierungsnahe Kreise durchgestochen worden sei und zahlreiche Widersprüche enthalte. Çiftçi sagte: "Die Anklageschrift bietet keine handfesten Beweise. Man muss die 4.000 Seiten Zeile für Zeile lesen."
Çiftçi wies darauf hin, dass die Aussagen einiger in der Anklageschrift genannter Personen nicht aufgenommen wurden, was die Seriosität des Dokuments in Frage stelle. Sie führte beispielsweise an, dass Hüseyin Gün nur ein einziges Mal mit İmamoğlu zusammengetroffen sei, dennoch aber als Organisationsleiter dargestellt werde. Zudem betonte sie, dass Ertan Yıldız als Kronzeuge gelte, während Fatih Keleş, der kein Kronzeuge sei, in der Anklageschrift häufig namentlich erwähnt werde.
Çiftçi erklärte, dass die Anklageschrift bei ersten Prüfungen als wenig seriös eingestuft wurde und viele Namen ohne vorherige Befragung in das Schema aufgenommen wurden, was aus rechtlicher Sicht problematisch sei.