Erste Stellungnahme von Mehmet Şimşek zur Selbstauflösung der PKK

Finanzminister Mehmet Şimşek erklärte, dass die Türkei durch den Auflösungsprozess der Terrororganisation PKK von der Last in Höhe von 1,8 Billionen Dollar befreit werde, die für den Kampf gegen den Terrorismus aufgewendet wurde. Şimşek betonte: „Wir werden unsere Ressourcen auf die Entwicklung lenken“ und fügte hinzu, dass der Osten und Südosten der Türkei zum neuen Wachstumsmotor des Landes werden würden.

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Finanzminister Mehmet Şimşek erklärte in seiner Rede auf der Jahrestagung der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD), dass das von der Türkei umgesetzte Wirtschaftsprogramm erste positive Ergebnisse zeige und mit dem Ende des Kampfes gegen den Terrorismus eine neue Ära der Entwicklung beginne.

Şimşek erinnerte daran, dass die Türkei seit fast 50 Jahren gegen den PKK-Terrorismus kämpfe, und betonte, dass dieser Kampf nicht nur sicherheitspolitisch, sondern auch wirtschaftlich eine enorme Belastung darstelle. Şimşek sagte: „Der PKK-Terrorismus hat die Türkei bisher etwa 1,8 Billionen Dollar gekostet. Das ist eine Last, die nun hinter uns gelassen werden muss. Mit dem Auflösungsprozess könnte diese dunkle Ära enden.“

RESSOURCEN WERDEN AUF ENTWICKLUNG GELENKT

Şimşek erklärte, dass die Energie und die Ressourcen, die bisher für den Kampf gegen den Terrorismus aufgewendet wurden, nun auf Entwicklungsziele ausgerichtet würden: „Unsere Regionen Ost- und Südostanatolien werden zum neuen Wachstumsmotor der Türkei. In allen Bereichen, von der Infrastruktur bis zur Beschäftigung, von der Technologie bis zur Bildung, wird ein großer wirtschaftlicher Aufschwung beginnen.“

Dieser Wandel werde nicht nur der Türkei, sondern auch den Nachbarländern Syrien und Irak Stabilität und Entwicklung bringen, so Şimşek. „Eine Türkei ohne Terrorismus ebnet nicht nur den Weg für Investitionen, sondern auch für Frieden und Wohlstand. Wenn sich der Osten der Türkei entwickelt, profitiert das ganze Land zusammen mit der Region“, sagte er.

BEHAUPTUNG ZUM INFLATIONSRÜCKGANG 

Bezüglich des Wirtschaftsprogramms merkte Şimşek an, dass ein deutlicher Rückgang der Inflation zu verzeichnen sei. Die Inflation, die von einem Höchststand von 75 Prozent auf heute 38 Prozent gesunken sei, werde weiter zurückgehen, so Şimşek: „Der Desinflationsprozess hat begonnen. Eine straffe Geldpolitik, Ausgabendisziplin und die sinkenden Ölpreise unterstützen diesen Prozess.“

Şimşek betonte, dass das mittelfristige Programm wie geplant voranschreite: „Kurzfristig mag es zu einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums kommen, aber dies wird langfristig den Weg für ein nachhaltiges und gesundes Wachstum ebnen.“

BEZIEHUNGEN ZUM WESTEN WERDEN GESTÄRKT

Minister Şimşek erklärte, dass die Beziehungen der Türkei zur Europäischen Union wieder an Dynamik gewonnen hätten. Er verwies auf den Prozess der Modernisierung der Zollunion mit der EU und stellte fest, dass dies das Außenhandelsvolumen verdoppeln könnte.

„Die wirtschaftliche Entwicklung, die im Osten und Südosten erreicht wird, wird auch zur Integration der Türkei in die EU beitragen“, sagte Şimşek und fügte hinzu, dass die Türkei in einem Umfeld ohne Terrorismus sowohl für Investoren attraktiver werde als auch ihr internationales Ansehen steigern werde.