Erwartet vor dem Feiertag: Uneinigkeit zwischen AKP und DEM-Partei im Parlament

Die Uneinigkeit zwischen der AKP und der DEM-Partei hat verhindert, dass die Strafvollzugsreform, die die Freilassung von etwa 55.000 Häftlingen vorsieht, noch vor dem Feiertag verabschiedet wird. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der DEM-Partei, Sezai Temelli, erklärte, dass die Regelung auf den Herbst verschoben wurde.

12punto

Die seit langem öffentlich diskutierte Strafvollzugsreform wurde aufgrund von Differenzen zwischen der AKP und der DEM-Partei bezüglich der sogenannten 'Organisationsdelikte' vertagt. Die Regelung, deren Verabschiedung im Parlament noch vor dem Feiertag erwartet wurde, wurde auf den Herbst verschoben.

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der DEM-Partei, Sezai Temelli, teilte Details zu dem Justizpaket mit, das die AKP dem Parlament vorlegen will, und sagte: "In diesem Paket gibt es keine wesentliche Änderung bezüglich des Strafvollzugs. Trotz unserer Vorschläge und Beratungen hat die Regierung keine echte Strafvollzugsreform durchgeführt. Da andere Strafvollzugsregelungen gewisse Risiken bergen, wurden sie auf den Herbst verschoben."

Temelli erklärte, dass das vorzulegende Paket zwar Regelungen für kranke Häftlinge enthalten werde, die erwartete umfassende Strafvollzugsreform jedoch fehle.

DEM FORDERTE EINBEZIEHUNG VON 'ORGANISATIONSDELIKTEN'

Während die DEM-Partei forderte, dass die Strafvollzugsreform auch 'Organisationsdelikte' abdecken solle, lehnte die AKP dies mit der Begründung ab, dass auch Personen, die wegen ihrer Beteiligung an FETÖ-Verfahren verurteilt wurden, davon profitieren könnten. Bei den heutigen Gesprächen konnte kein gemeinsamer Weg gefunden werden, weshalb beschlossen wurde, dem Parlamentspräsidium lediglich eine Regelung vorzulegen, die ausschließlich kranke Häftlinge betrifft.