Fall Muhsin Yazıcıoğlu verjährt

Aufgrund der 12-jährigen Verjährungsfrist sind die gegen die Angeklagten im Fall des Todes von Muhsin Yazıcıoğlu verhängten Haftstrafen hinfällig geworden. Nach einer Entscheidung des 5. Strafsenats des Kassationsgerichtshofs wurde das Verfahren eingestellt.

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In dem Prozess um den Hubschrauberabsturz von 2009, bei dem Muhsin Yazıcıoğlu ums Leben kam, waren drei Beamte, darunter der damalige Gouverneur von Kahramanmaraş, Mehmet Niyazi Tanılır, wegen „Amtsmissbrauchs“ zu jeweils einem Jahr und zwei Monaten Haft verurteilt worden. 

Nachdem das Urteil aus dem Jahr 2021 jedoch vor das Strafgeneralplenum des Kassationsgerichtshofs gebracht wurde, trat die Verjährung ein, was zum Wegfall der Strafen für die Angeklagten führte.

ES WURDE BEHAUPTET, DASS ES VON DER FETÖ GEPLANT WAR 

Nach dem Hubschrauberabsturz im Jahr 2009, bei dem Yazıcıoğlu und fünf weitere Personen ums Leben kamen, wurde ein Verfahren gegen neun hochrangige Beamte eingeleitet. Zu den Angeklagten gehörten der damalige Techniker für Informationssysteme des Gendarmerie-Generalkommandos, der Zivilschutzdirektor, der Leiter der Nachrichtendienstabteilung der Polizei sowie weitere Gendarmerie- und Polizeibeamte. Der Anwalt der Familie Yazıcıoğlu hatte behauptet, dass das Attentat von der FETÖ geplant worden sei und der Hubschrauber gezielt zum Absturz gebracht wurde.

Der 5. Strafsenat des Kassationsgerichtshofs hatte im Jahr 2021 den damaligen Gouverneur von Kahramanmaraş, Tanılır, den ehemaligen Provinzgendarmeriekommandanten Akgün und den ehemaligen Polizeichef der Provinz, Çelikbilek, wegen „Amtsmissbrauchs“ zu jeweils einem Jahr und zwei Monaten Haft verurteilt. Es wurde jedoch entschieden, dass die Angeklagten keine Reue zeigten und die Strafen nicht zur Bewährung ausgesetzt werden konnten. Die anderen Angeklagten wurden freigesprochen.

Nachdem der Fall vor das Strafgeneralplenum des Kassationsgerichtshofs gebracht wurde, konnte die Akte aufgrund der 12-jährigen Verjährungsfrist nicht mehr verhandelt werden, wodurch die gegen die Angeklagten verhängten Strafen hinfällig wurden.