Fatih Altaylı erzählt von einem Gespräch mit dem FETÖ-Anführer Gülen vor Jahren: 'Als ich das sagte, zuckten sie zusammen...'
Der Journalist Fatih Altaylı schildert ein Treffen mit Fethullah Gülen, der während des 28.-Februar-Prozesses in Berichten erwähnt wurde, kurz bevor dieser 1999 ins Ausland floh.
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Der Journalist Fatih Altaylı berichtet von einem Treffen mit dem Terroristenführer Fethullah Gülen, bevor dieser am 21. März 1999 unter dem Vorwand gesundheitlicher Probleme in die USA floh, nachdem sein Name während des 28.-Februar-Prozesses in Polizeiberichten aufgetaucht war.
Altaylı erzählt, dass er sich mit dem Terroristenführer Fethullah Gülen in der oberen Etage eines Nachhilfeinstituts in Üsküdar traf. Er berichtet, dass er bei dem Abendessen, das mit der Behauptung über ein 'Kassetten-Video' begann, sagte: "Sie haben mir den 'Gülenismus' und so weiter erklärt. Ich sagte daraufhin: 'Ihr seid neo-islamische Freimaurer.' Als ich das sagte, zuckten die Leute zusammen", wobei er anmerkte, dass Gülen im Gegensatz zu den anderen anders reagiert habe.
"EIN ENDLOSER KONFLIKT BEGANN ZWISCHEN UNS"
Altaylı erklärte, dass sein Streit mit den FETÖ-Anhängern Anfang der 1990er Jahre begann, als er während seiner Zeit als Radiomoderator die Zeitung Zaman zerriss und sagte: "Das ist keine Zeitung, das taugt höchstens als Toilettenpapier." Er fügte hinzu: "Von diesem Tag an begann ein endloser Konflikt zwischen uns."
Altaylı fuhr wie folgt fort:
"DIE BEHAUPTUNG ÜBER EINE 'KASSETTE' VERBREITETE SICH"
"Doch in den folgenden Jahren, in den 90ern, also kurz bevor Fethullah Gülen ins Ausland ging, verbreitete sich innerhalb der Gülen-Gemeinde das Gerücht, dass ich im Besitz einer Kassette von Fethullah Gülen sei und diese veröffentlichen würde. Ich hatte weder eine solche Kassette, noch plante ich eine solche Veröffentlichung.
"FETHULLAH GÜLEN LIESS MIR MEHRMALS AUSRICHTEN, DASS ER MICH TREFFEN WOLLE"
Daraufhin ließ mir Fethullah Gülen mehrmals ausrichten, dass er mich treffen wolle. Ich habe mich nicht mit ihm getroffen. Dann schaltete sich jemand ein, den ich sehr gut kannte, und sagte: 'Triff ihn doch einfach mal.' Ich sagte: 'Was soll ich mich treffen, was kann ich schon mit Fethullah Gülen zu tun haben, mein Bruder? Ich bin kein Mann, der an solchen Unsinn glaubt.' Er sagte: 'Triff ihn doch mal', und ich konnte ihn nicht abweisen.
TREFFEN IN DER OBEREN ETAGE DES NACHHILFEINSTITUTS
In der oberen Etage eines Nachhilfeinstituts in Üsküdar; nun ja, mit seinen Leuten von damals... Wir setzten uns zusammen, unterhielten uns etwa eineinhalb Stunden und aßen gemeinsam zu Abend.