Fatih Erbakan bricht sein Schweigen: Antwort auf Erdoğans Vorwurf, „zum Verlieren beitragen zu wollen“
Der Vorsitzende der Yeniden Refah Partisi, Fatih Erbakan, hat auf die Äußerungen von Präsident Erdoğan reagiert, der behauptet hatte, es seien Parteien entstanden, die „darauf hinarbeiten, dass wir verlieren“.
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Die Yeniden Refah Partisi (YRP), einer der Partner der Volksallianz (Cumhur İttifakı), die Erdoğan bei den Präsidentschaftswahlen am 14. Mai 2023 unterstützt hatte, hatte angekündigt, bei den kommenden Wahlen mit eigenen Kandidaten anzutreten.
ERDOĞAN HATTE YENİDEN REFAH INS VISIER GENOMMEN
Präsident Erdoğan nahm bei einer Wahlkampfveranstaltung in Malatya die YRP indirekt ins Visier und sagte: „Es sind Parteien entstanden, die darauf hinarbeiten, dass wir verlieren, indem sie unsere ehemaligen Bürgermeister und Abgeordneten als Kandidaten aufstellen. Wir sind für unser eigenes Bündnis und unsere eigene Partei verantwortlich, aber wir werden nicht zulassen, dass diejenigen, die sowohl darauf hinarbeiten, dass wir verlieren, als auch versuchen, mit verschiedenen Andeutungen in unserem Schatten zu wandeln, dies tun.“
„GIBT ES SO ETWA DEMOKRATIE?“
Der Vorsitzende der Yeniden Refah Partisi, Fatih Erbakan, hielt in der Parteizentrale in Gaziantep eine Pressekonferenz ab. Erbakan reagierte auf Erdoğans Worte und sagte: „Die Yeniden Refah Partisi tritt bei den Wahlen nicht an, um irgendjemandem zum Sieg oder zur Niederlage zu verhelfen.“
Erbakan führte seine Worte wie folgt fort:
„Wir treten überall an, um selbst zu gewinnen. Das gilt für alle anderen Parteien ebenso. Wenn man dieser Logik folgt, dann tritt die DEM-Partei in Istanbul an, um der AK-Partei zum Sieg zu verhelfen. Denn die Stimmen, die die DEM-Partei erhält, gehen von İmamoğlu ab. Wenn das so ist, sollte die DEM-Partei dann nicht an der Wahl teilnehmen? Wenn sie antritt, verhilft sie der AK-Partei zum Sieg. Dasselbe gilt für die İYİ-Partei. Wenn das so ist, dann sollte, wie ich bereits früher sagte, eine Institution vor den Wahlen eine Umfrage durchführen. Die zwei Parteien mit den meisten Stimmen sollten bestimmt werden und nur diese sollten zur Wahl antreten. Denn jeder außer ihnen wird sich auf den Weg machen, um jemand anderem zum Sieg zu verhelfen. Gibt es so etwa Demokratie? Gibt es so etwa Wahlen? Jede Partei, die das Recht hat, an der Wahl teilzunehmen, tritt in dem Wahlkreis an, den sie möchte. Ein solcher Ansatz ist gegenüber den Parteien und den Wählern nicht angemessen. Wir treten an, um eine ethische Kommunalverwaltung wieder zur Geltung zu bringen.“