Fatih Erbakan reagiert auf Devlet Bahçelis İmralı-Vorstoß

Der Vorsitzende der Yeniden Refah Partisi, Fatih Erbakan, äußerte sich zu einer möglichen vorgezogenen Wahl und den geplanten Besuchen auf der Gefängnisinsel İmralı. Erbakan widersprach Bahçelis Vorschlag, selbst nach İmralı zu reisen, und betonte, dass das Urteil des EGMR im Fall Demirtaş umgesetzt werden müsse.

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Der Vorsitzende der Yeniden Refah Partisi, Fatih Erbakan, traf sich vor dem 3. Außerordentlichen Großen Parteitag in Ankara mit Pressevertretern. In seiner dortigen Rede teilte er seine Ansichten zur Möglichkeit vorgezogener Wahlen und zu anderen aktuellen Themen mit.

Bezüglich vorgezogener Wahlen sagte Erbakan: "Den Umfrageergebnissen zufolge haben die AK-Partei und die MHP Schwierigkeiten, die 50+1-Marke zu erreichen. Daher glaube ich derzeit nicht, dass es zu vorgezogenen Wahlen kommen wird. Dennoch gibt es in der Türkei einen Bedarf an Veränderung."

WIDERSTAND GEGEN İMRALI-BESUCH

Erbakan ging auch auf den Vorschlag des MHP-Vorsitzenden Devlet Bahçeli ein, İmralı zu besuchen, und erklärte: "Wir hatten bereits zuvor darauf hingewiesen, dass Herr Bahçeli, der so sehr an diesem Thema interessiert ist, das Gespräch führen sollte."

DEMİRTAŞ-URTEIL UND EGMR

Fatih Erbakan äußerte sich zum Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) bezüglich Selahattin Demirtaş wie folgt: "Die Einhaltung des EGMR-Urteils und die Freilassung von Demirtaş wären rechtskonform."

Zum Friedensprozess und zur Terrorismusbekämpfung sagte Erbakan: "Es ist nicht richtig, dass die DEM-Partei unsere kurdischen Geschwister mit der PKK gleichsetzt. Ihre Rechte im Rahmen einer gleichberechtigten Bürgerschaft müssen gewährt werden, aber das bedeutet nicht, dass Abdullah Öcalan freigelassen werden sollte."