Forderung nach Amnestie von CHP-Abgeordnetem Mustafa Sarıgül: Häftlinge, Führerschein-Amnestie...

Der CHP-Abgeordnete Mustafa Sarıgül hielt in der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM) eine Pressekonferenz ab. Während der Konferenz forderte Sarıgül eine Amnestie für Häftlinge, Fahrer, denen der Führerschein entzogen wurde, sowie für Personen, die aufgrund von ungedeckten Schecks inhaftiert sind.

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Der CHP-Abgeordnete für Erzincan, Mustafa Sarıgül, forderte eine einmalige Amnestie für Häftlinge, Fahrer, denen der Führerschein entzogen wurde, sowie für Gewerbetreibende, die aufgrund von Scheckvergehen inhaftiert sind.

Sarıgül erklärte auf seiner Pressekonferenz in der TBMM, dass in der Gesellschaft eine große Erwartung an eine Amnestie bestehe und es die Aufgabe von Politikern sei, die Stimme des Volkes zu hören und ihr Gehör zu verschaffen.

Unter Hinweis darauf, dass es Bürger gebe, die aufgrund von Justizirrtümern und Schnellverfahren inhaftiert seien, äußerte Sarıgül: "Die Aufgabe unseres Staates ist es, fair zu urteilen. Dass auch nur eine einzige Person zu Unrecht im Gefängnis sitzt, ist aus gewissensethischer Sicht inakzeptabel. Einem Einzelnen zugefügtes Unrecht gilt als ein allen zugefügtes Unrecht. Wenn eine Person Ungerechtigkeit erfährt, ist die Gesellschaft ungerecht."

Er wies darauf hin, dass die Zahl der Häftlinge in den Gefängnissen den höchsten Stand in der Geschichte der Republik erreicht habe, und sagte: "Lassen Sie uns zum 100. Jahrestag der Republik ein völlig neues Kapitel aufschlagen. Lassen Sie uns zeigen, dass unser Staat stark, gerecht, gewissenhaft und barmherzig ist."

Sarıgül betonte, dass sein Aufruf kein politischer, sondern ein gewissensethischer sei, und fügte hinzu: "Vergib, meine Türkei, vergib, um die Sehnsucht der Mütter zu stillen und die Kinder glücklich zu machen. Ich appelliere an alle Fraktionsvorsitzenden im Parlament: Es werden Justizpakete kommen. Lassen Sie uns vor diesen Justizpaketen als alle politischen Parteien zusammenkommen und dieses Thema nicht als politisches, sondern als gewissensethisches betrachten und die 'Schicksalshäftlinge' erfreuen."

Sarıgül erklärte zudem, dass 2,5 Millionen Berufskraftfahrer, die zusammen mit ihren Familien unter dem Entzug ihrer Fahrerlaubnis litten, sowie zahlreiche Personen, die aufgrund von Scheckproblemen benachteiligt seien, ebenfalls von einer einmaligen Amnestieregelung profitieren sollten.