Fünf Parteichefs trafen sich in Ankara: Entsteht ein neues Bündnis?
Die Vorsitzenden der Parteien Zafer, Milli Yol, BTP, Adalet und Kutlu sind in Ankara zusammengekommen. Vor dem Treffen gab es unterschiedliche Antworten auf die Frage nach einem möglichen Bündnis.
12punto
Der Vorsitzende der Zafer-Partei Ümit Özdağ, der Vorsitzende der Milli-Yol-Partei Remzi Çayır, der Vorsitzende der Bağımsız Türkiye Partisi (BTP) Hüseyin Baş, der Vorsitzende der Adalet-Partei Vecdet Öz und der Vorsitzende der Kutlu-Partei Yusuf Halaçoğlu trafen sich in einem Restaurant in Ankara.
In den Erklärungen der Parteichefs, die vor dem Treffen auf Fragen von Journalisten antworteten, standen die Agenda des Gesprächs und die Diskussion über ein mögliches Bündnis im Vordergrund. Auf die Frage, ob das Hauptthema des Treffens ein „Rahmengesetz“ sei, antwortete der Vorsitzende der Milli-Yol-Partei, Remzi Çayır: „Wir werden darüber sprechen, wie türkische Nationalisten in Zukunft gemeinsam agieren können.“
Auf die Frage, ob von einem neuen Bündnis die Rede sei, sagte Çayır: „Ja, so etwas gibt es.“ In seiner Bewertung des „Rahmengesetzes“ kritisierte Çayır die Regelung scharf und vertrat die Ansicht, dass das Volk zu diesem Thema befragt werden müsse.
Der BTP-Vorsitzende Hüseyin Baş erklärte hingegen, dass dem Treffen unterschiedliche Bedeutungen beigemessen würden, und betonte, dass das Gespräch als „Beratungstreffen“ geplant sei. Baş sagte: „Als junger Politiker wird dies ein Abend sein, an dem ich die Gelegenheit habe, mich mit vier verschiedenen Parteivorsitzenden, die seit Jahren in der türkischen Politik aktiv sind, auszutauschen und zu beraten.“
Baş betonte, dass das Treffen nicht nur auf das Thema „Rahmengesetz“ beschränkt werden könne, und wies darauf hin, dass auch Themen wie Wirtschaft und Bildung erörtert würden. Auf die Frage, ob eine Bündniserklärung abgegeben werde, antwortete er: „Meiner Meinung nach steht derzeit nicht das Bündnis auf der Agenda der Türkei.“
Hüseyin Baş verwies zudem auf die Unsicherheit bezüglich des Wahlkalenders und sagte: „Wird es vorgezogene Wahlen geben oder finden sie zum regulären Zeitpunkt statt? Wie gesagt, obwohl dem Treffen in letzter Zeit unterschiedliche Bedeutungen beigemessen wurden, sind wir hier nicht zu einem Treffen unter dem Titel eines Bündnisses zusammengekommen.“