Brisante Behauptung eines İYİ-Parteimitglieds über Akşener: Hat Erdoğan sie vom Rücktritt abgehalten?
Der ehemalige stellvertretende Vorsitzende der İYİ-Partei, Mehmet Tolga Akalın, behauptete, dass Meral Akşener nach den Wahlen vom 31. März die Entscheidung getroffen habe, zurückzutreten, jedoch nach einem Telefonat mit Präsident Erdoğan von diesem Vorhaben abgerückt sei. Aus dem Umfeld von Akşener wurde zu den betreffenden Vorwürfen Stellung genommen.
12punto
Der ehemalige stellvertretende Vorsitzende der İYİ-Partei und Kandidat für den Parteivorsitz beim letzten Parteitag, Mehmet Tolga Akalın, hat für Aufsehen sorgende Erklärungen abgegeben.
Akalın behauptete, Meral Akşener habe sich nach den Wahlen vom 31. März auf einen Rücktritt vorbereitet, ihre Entscheidung jedoch nach einem Telefonat mit Präsident Recep Tayyip Erdoğan geändert.
'AUF ERDOĞANS WUNSCH VOM RÜCKTRITT ABGESEHEN'
Akalın behauptete, Erdoğan habe in einer Phase eingegriffen, in der Akşener kurz vor dem Rücktritt stand.
Akalın äußerte: „Erdoğan rief Akşener an und brachte sie dazu, vom Rücktritt abzusehen. Nach diesem Telefonat nahm Akşener ihre Rücktrittsentscheidung zurück. Sie ist zu einer Politikerin geworden, die auf Anweisung Erdoğans handelt.“
Tolga Akalın argumentierte, dass Akşener die Partei im Alleingang geführt habe und den vor den Kommunalwahlen geplanten Ausbau der Wahlkooperation mit der CHP einseitig beendet habe.
Akalın sagte: „Ohne dass wir es überhaupt wussten, hat sie die Pläne durch die Aussage ‚Wir werden alleine in die Wahl gehen‘ über den Haufen geworfen.“
BEWERTUNG DES RÜCKTRITTS VON KÜRŞAT ZORLU
Akalın ging auch auf die bemerkenswerten Rücktritte in der İYİ-Partei in jüngster Zeit ein und bezeichnete die Entscheidung von Kürşad Zorlu als überraschend.
Tolga Akalın sagte: „Als ich vor Kurzem mit ihm sprach, erwähnte er so etwas nicht. Es scheint, dass auch Zorlu diese Entscheidung erst im letzten Moment getroffen hat.“ Akalın bezeichnete diese Rücktritte als Zeichen für den Zerfall der İYİ-Partei.
DEMENTI AUS DEM LAGER VON AKŞENER
Esma Bekar, die Büroleiterin von Meral Akşener, wies die Behauptungen von Akalın scharf zurück.
Bekar erklärte: „In der Nacht des 31. März gab es kein Telefonat mit Präsident Erdoğan. Solche Behauptungen sind haltlos. Die HTS-Aufzeichnungen können überprüft werden.“